
Forschung aktuell Jenseits der Auflösungsgrenze: Mikroskop macht süße Zellhüllen sichtbar
Mar 10, 2026
Leonard Möckel, Biochemiker am Max‑Planck‑Institut für die Physik des Lichts, erforscht die Glykokalix und neue Mikroskopie‑Methoden. Er erklärt, warum Zuckermoleküle für klassische Lichtmikroskope zu klein sind. Dann beschreibt er eine Lokalisationsmikroskopie mit blinkenden Markern und modifizierten Zuckern. Abschließend spricht er über medizinische Perspektiven für Diagnose und Therapie.
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Episode notes
Limit Der Lichtmikroskopie Für Zuckerhüllen
- Lichtmikroskope stoßen bei feinsten Zellstrukturen an ihre ~250 nm Auflösungsgrenze.
- Die Glykokalix besteht aus dicht gepackten Zuckermolekülen von nur wenigen Nanometern, daher erscheinen sie im Lichtmikroskop nur als Nebel.
Lokalisationsmikroskopie Mit Blinkenden Markern
- Lokalisationsmikroskopie kombiniert klassische Lichtmikroskope mit einem biochemischen Trick zur Einzelmolekül-Auflösung.
- Zellen werden mit modifizierten Zuckern gefüttert, an deren Mini-Andockstelle kurz bindende fluoreszierende Marker wiederkehrende Lichtsignale erzeugen.
Nanometerpräzision Bei Zuckerlandkarten
- Durch statistische Auswertung wiederkehrender Aufblinker lassen sich Positionen einzelner Zucker mit Nanometerpräzision bestimmen.
- Die Forscher erreichen eine Auflösung von etwa 0,9 Nanometern (9 Ångström) und erstellen erstmals Landkarten einzelner Zucker auf Zellen.
