Lea Böcker, Professorin für Psychologie und gesellschaftliche Transformation, erklärt, warum Skandale wie der Beckham-Streit Emotionen wecken. Sie spricht über Neid, Aufwärtsvergleiche und wie Schadenfreude entsteht. Es geht um zugleich Mitleid und Vergnügen, die Rolle sozialer Medien, KI-Gerüchte und die sozialen Funktionen von Schadenfreude.
15:26
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Warum Wir Uns Mit Promis Vergleichen
Menschen vergleichen sich automatisch mit Erfolgreichen und empfinden Neid bei Aufwärtsvergleichen.
Wenn Überlegene scheitern, erhöht das kurzfristig unseren Selbstwert durch Schadenfreude.
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Schadenfreude Und Gemischte Gefühle
Schadenfreude tritt oft auf, wenn wir uns unterlegen fühlen oder die Person uns unsympathisch erscheint.
Das Gefühl vermittelt kurzfristig Gerechtigkeit und kann gleichzeitig mit Mitleid koexistieren.
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Vorwürfe Aus Dem Beckham-Familienstreit
Brooklyn beschuldigt seine Eltern, die Hochzeit mit Nicola sabotiert zu haben und von seiner Mutter wurde das Brautkleid kurzfristig abgesagt.
Seine Eltern hätten ihn laut Brooklyn sogar bestochen, die Rechte an seinem Namen abzugeben.
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Es ist eines der grossen Boulevard-Themen dieser Woche: Der älteste Beckham-Sohn wirft seinen Eltern David und Victoria jahrelange Kontrolle sowie Sabotage vor. Die Geschichte interessiere viele Menschen, weil sie Emotionen auslöse - zum Beispiel Schadenfreude, sagt eine Expertin.
Brooklyn Peltz Beckham hat sich diese Woche erstmals öffentlich zum Familienstreit geäussert. Er beschuldigt seine Eltern David und Victoria, sein Privat- und Eheleben kontrolliert zu haben. Zum Beispiel hätten ihn seine Eltern Wochen vor seiner Hochzeit wiederholt unter Druck gesetzt und sogar versucht, ihn zu bestechen, damit er die Rechte an seinem Namen abgebe.
Die Erklärung hat eingeschlagen wie eine Bombe. Täglich gibt es neue Wendungen, neue Schlagzeilen. Dass die Story auf so viel Interesse stosse, könne auch damit zusammenhängen, dass es sich um einen Familienstreit handle, sagt Lea Boecker, Professorin für Psychologie und gesellschaftliche Transformation an der Leuphana Universität Lüneburg. Wenn man sich mit einer Familie identifizieren könne, führe das auch zu mehr Emotionen - Schadenfreude spiele dabei eine wichtige Rolle.
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Habt Ihr Fragen oder Themen-Inputs? Schreibt uns gerne per Mail an newsplus@srf.ch oder sendet uns eine Sprachnachricht an 076 320 10 37.
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In dieser Episode zu hören:
- Lea Boecker, Professorin für Psychologie und gesellschaftliche Transformation an der Leuphana Universität Lüneburg
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Team:
- Moderation: Vanessa Ledergerber
- Produktion: Lea Saager
- Mitarbeit: Gabriel Gasser
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