
JACOBIN Podcast Islands Rote Socken – von Íris Ellenberger
Mar 9, 2026
Ein Massenstreik isländischer Frauen 1975 und seine ökonomischen Folgen werden lebhaft geschildert. Die Entstehung der Roten Socken-Bewegung und die Vorbereitungen durch Gewerkschaften stehen im Fokus. Diskussionen über politische Erfolge, interne Kritik an Klassenfragen und das internationale Erbe des Protestes runden die Erzählung ab.
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Episode notes
Massenstreik Stoppte Islands Alltag
- 25.000 Frauen trafen sich auf Reykjaviks zentralem Platz, nachdem 90% der weiblichen Bevölkerung Islands am 24. Oktober 1975 die Arbeit niedergelegt hatten.
- Die Aktion stoppte Schulen, Kindergärten, Geschäfte und Fabriken und zeigte praktisch, wie abhängig die Wirtschaft von Frauenarbeit war.
Rote Socken Verbinden Mittelschichtfeminismus Mit Internationalen Debatten
- Die Bewegung der Roten Socken war radikal-feministisch und rekrutierte viele gut ausgebildete Mittelschichtfrauen, die Kontakte zu internationalen Feminismen hatten.
- Diese Vernetzung brachte Themen wie Abtreibungsrechte, gleiche Bezahlung und Anerkennung als Alleinverdienerinnen auf die Agenda.
Frauenruhetag Statt Streik Sichert Breitere Unterstützung
- Der Begriff Frauenruhetag wurde gewählt, um breite politische Unterstützung zu sichern, obwohl die Roten Socken weiterhin von einem Streik sprachen.
- Die Tonisierung verringerte die Radikalität öffentlich, half aber, konservative Gruppen für den 24. Oktober zu gewinnen.
