
NEU DENKEN Extremismus NEU DENKEN mit Matthias Quent
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Feb 24, 2026 Matthias Quent, Soziologe und Gründer des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft, spricht über Radikalisierung und Ohnmacht als politische Gefühle. Er erzählt von Feldforschung, Angriffen auf Wissenschaft und wie Emotionalisierung und Autoritätsversprechen Menschen an extremistische Bewegungen binden. Abschließend geht es um praktische Wege, Selbstwirksamkeit und zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken.
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Episode notes
Frühe Gewalterfahrung prägte Forschungsweg
- Matthias Quent berichtet, dass er mit 14 erstmals von Neonazis verprügelt wurde und daraus sein Forschungsinteresse entwickelte.
- Die persönliche Betroffenheit führte zu lebenslangem Engagement und zur Gründung des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena.
Faschismus Als Technik Der Emotionalisierung
- Karl Löwensteins Definition: Faschismus ist eine Technik der politischen Emotionalisierung, nicht primär eine kohärente Ideologie.
- Das erklärt, warum rationale Argumente allein gegen Desinformation und Propaganda oft wirkungslos bleiben.
Ohnmacht Als Motor Für Autoritäre Mobilisierung
- Faschismus verbindet Verherrlichung und Negierung von Ohnmacht: Er bietet stellvertretende Selbstwirksamkeit durch starke Führung und radikale Maßnahmen.
- Beispiele reichen von Trump-Performances bis zu AfD-Rhetorik, die Ohnmachtsgefühle anspricht.




