
Wissenschaft im Brennpunkt Insekten am Tatort - Nach dem Mord kommen die Fliegen
22 snips
Nov 24, 2025 In dieser Episode sind Prof. Dr. Jens Amendt, ein Experte für forensische Entomologie, Luise Thümmel, eine Doktorandin, die Machine-Learning-Methoden zur Fliegenpuparien-Datierung erforscht, und Prof. Dr. Martin Hall, einen Wissenschaftler am Natural History Museum, London, zu Gast. Sie diskutieren, wie Fliegen zur Bestimmung des Todeszeitpunkts beitragen und welche neuen Methoden, wie Hyperspektralkameras, entwickelt werden. Außerdem beleuchten sie die Herausforderungen bei alten Funden und die Relevanz verschiedener Fliegenarten für die Ermittlungen.
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Episode notes
Die Grenzen Der Klassischen Fliegenuhr
- Fliegen legen unmittelbar Eier auf Leichen und die Larvenentwicklung gibt unter bekannten Temperaturen den Todeszeitpunkt oft taggenau an.
- Nach etwa drei Monaten verlieren klassische Methoden ihre Aussagekraft, weil nur noch leere Puppenhüllen übrig bleiben.
Datenlogger Liefert Richtiges Temperaturbild
- Martin Hall platzierte einen Datenlogger direkt am Fundort, weil Wetterstationsdaten irreführend waren.
- Die lokale Temperatur war niedriger und zeigte, dass die Leiche bereits sieben Tage statt zwei Tage dort lag.
Nicht-Destruktive Puppenanalyse Mit Mikro-CT
- Braune Puppenhüllen verdecken die Metamorphose und verhindern Einsichten in das Entwicklungsstadium.
- Mikro-CT und Röntgen erlauben, Veränderungen im Inneren nicht-destruktiv zu beobachten und das Alter zu bestimmen.
