
Veränderungsstabil Ep. 124: Warum werden toxische Kollegen so oft toleriert?
In dieser Folge beantworte ich wieder eine Frage aus der Praxis. Eine Frage, die erstaunlich oft in Coachings, Mails oder Direktnachrichten bei mir landet.
Die Nachricht lautet sinngemäß: „Wir haben hier einen Kollegen, der nur auf seinen eigenen Vorteil achtet und das Team sabotiert. Alle sehen es. Aber es passiert nichts. Was sollen wir tun?“
Das ist eine heikle Situation. Und vor allem eine, bei der man sehr genau hinschauen muss.
Denn zuerst müssen wir klären, worüber wir eigentlich reden. Handelt es sich wirklich um Sabotage? Also jemanden, der bewusst Schaden anrichtet? Oder haben wir es eher mit jemandem zu tun, der einfach stark auf den eigenen Vorteil achtet und dabei den Schaden fürs Team in Kauf nimmt?
Das sind zwei komplett unterschiedliche Fälle.
Wenn jemand absichtlich das System sabotiert, dann gibt es aus meiner Sicht keine Diskussion. Dann muss die Führungskraft handeln und das Team schützen.
In der Praxis ist es aber oft komplizierter. Viele Konflikte entstehen nicht aus Bosheit, sondern aus unterschiedlichen Interessen, persönlichen Geschichten oder schlicht aus Egoismus.
In dieser Episode spreche ich darüber,
- warum Führungskräfte keine Therapeuten sind
- warum Wegsehen die schlechteste Option ist
- warum toxisches Verhalten selten ein Charakterproblem, aber oft ein Führungsproblem ist
- und welche drei Optionen Führungskräfte tatsächlich haben, wenn jemand das Teamklima vergiftet.
Am Ende geht es um eine einfache, aber unbequeme Wahrheit:
Als Führungskraft habe ich die Verantwortung, mein Team, seine Kultur und seine Lieferfähigkeit zu schützen.
Wenn ich das nicht tue, zahlen irgendwann die Engagierten im Team den Preis.
Viel Spaß beim Zuhören!
---------------------------------------------------------
Und so erreicht Ihr mich:
Homepage: https://www.odonovan.de/
