Ehemalige Soldaten schildern ihre Herausforderungen mit posttraumatischer Belastungsstörung und dem Kampf um Anerkennung. Der ins Leben gerufene Veteranentag soll die Wertschätzung für ihre Dienste erhöhen. Emotionale Geschichten zeigen den Spagat zwischen Auszeichnungen und dem Gefühl der Nicht-Anerkennung. Ebenso wird beleuchtet, wie bürokratische Hürden die Rückkehr ins zivile Leben erschweren. Unterstützung durch Organisationen wie den Bundeswehrverband wird thematisiert, während persönliche Erlebnisse die tiefen Wunden des Krieges verdeutlichen.
38:20
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Therapie mit Dienstwaffe
Alex nahm mit seiner Dienstwaffe an Therapiesitzungen teil, was aus therapeutischer Sicht problematisch war.
Diese Praxis verdeutlicht, wie unzureichend die Bundeswehr mit Traumatherapie damals umging.
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Unterstützung für Veteranen
Es gibt verschiedene Organisationen und Dienste, die Veteranen unterstützen, z.B. Bundeswehrverband und Sozialdienst.
Vorgesetzte sollen laut Gesetz Fürsorgepflicht gegenüber psychisch erkrankten Soldaten übernehmen.
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Fehlender Empfang für Soldaten
Beim letzten Bundeswehrabzug aus Masar-i stand 2021 niemand am Rollfeld, um die Soldaten zu empfangen.
Dies symbolisiert fehlende Anerkennung durch Politik und Gesellschaft gegenüber Veteranen.
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Folge 3: Schrei nach Anerkennung
Den traumatisierten Afghanistan-Veteranen Annika, Alex und Robert geht es nicht nur um eine juristische Anerkennung ihrer Krankheit, sondern auch um Wertschätzung. Der Veteranentag, erstmals am 15.6.2025 begangen, wirft auch Licht auf erkrankte und gefallene Soldaten - mit gut 100 Vorträgen, Ausstellungen und Gedenkmärschen bundesweit: "Wertschätzung für diejenigen, die sich mit ihrem Leben für das Recht und die Freiheit unseres Landes einsetzen oder eingesetzt haben, ob in Afghanistan, in Mali oder im Roten Meer" bezweckt Bundesverteidigungsminister Pistorius damit.
Im Alltag fehlt Anerkennung oft. Das Wehrdienstbeschädigungsverfahren dauert Jahre: "Man kriegt immer mehr mit, dass die Krankheit so hingestellt wird, als wenn man etwas ergaunern möchte", so der ehemalige Feldjäger Alex.
Die frühere Luftlandesanitäterin Annika erlebt einen Spagat zwischen der Nicht-Anerkennung ihrer PTBS – und ihren Auszeichnungen, die nun im Militärhistorischen Museum Dresden hängen: "Ich bin krank geworden, weil ich Gefallene nicht dem Feind überlassen habe. Und jetzt ist keiner für mich da."
Außerdem werden Einrichtungen beleuchtet, die Veteranen unterstützen: Etwa der Bund deutscher EinsatzVeteranen, der Bundeswehrverband, eine Art "Soldatengewerkschaft", und der Sozialdienst der Bundeswehr.
Die Angebote der Bundeswehr für psychisch Kranke finden sich unter: https://www.bundeswehr.de/de/betreuung-fuersorge/ptbs-hilfe
Dazu gibt es die Trauma-Hotline: 0800 588 7957
Hilfsangebote des Deutschen BundeswehrVerbandes e.V.:
https://www.dbwv.de/multimedia/fuer-veteranen/hilfsangebote
Und des Bundes Deutscher EinsatzVeteranen:
https://www.veteranenverband.de/hilfe/
Erster Ansprechpartner bei Verdacht auf eine psychische Erkrankung ist für aktive Soldaten der Truppenarzt. Für ehemalige Soldaten und Angehörige: Hausarzt, Psychiater oder Psychotherapeut (Terminservice 116117).
Hilfe bei einer akuten Krise bei der nächsten psychiatrischen Klinik oder beim Notarzt unter 112.
Der Sozialpsychiatrische Dienst ist ein Angebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige, bietet Beratung und Hilfe an. In Suchmaschine "Sozialpsychiatrischer Dienst" und Wohnort eingeben.
Sie erreichen die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei unter 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.
Informationen und Hilfe rund um das Thema Depression:
https://www.deutsche-depressionshilfe.de
Informationen zu Angsterkrankungen:
https://www.angstselbsthilfe.de
Für Angehörige:
https://www.bapk.de
"Panorama"-Beitrag:
https://1.ard.de/Trauma_Soldaten
ARD-Sendung "Mitreden!":
https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendung1538136.html
Podcast-Tipp: "Sprechen wir über Mord?!"
https://www.ardaudiothek.de/sendung/sprechen-wir-ueber-mord/72550376/