Christian Cipollini, True-Crime-Historiker, ordnet historische Fakten zur Entwicklung der organisierten Kriminalität ein. Claire White, Historikerin am National Mob Museum, erläutert Lucianos Bedeutung für die US-Mafia. Sie sprechen über Lucianos Aufstieg vom Einwanderer zum mächtigen Verbrecherboss. Es geht um seine Geschäfte mit Heroin, Alkohol, Glücksspiel und Prostitution. Und um die Gründung der Kommission als neues Organisationsmodell.
14:51
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Festliche Abfahrt nach Italien
Luciano feierte an Bord der Laura Keane mit alten Weggefährten und sprach offen über Geschäfte.
Kein Polizist oder Staatsanwalt griff ein, obwohl viele Gäste geladen waren.
insights INSIGHT
Architekt Des Organisierten Verbrechens
Lucky Luciano gilt als Architekt der modernen US-Mafia und organisierte das Verbrechen neu.
Claire White betont seine zentrale Rolle in Prohibition und bei der Gründung der Kommission.
question_answer ANECDOTE
Vom Einwanderer Zum Lucky
Salvatore Lucania kam 1907 als armer sizilianischer Einwanderer nach New York und bekam bald den Spitznamen "Lucky".
Würfelglück und frühe Straßenkontakte schoben ihn in die kriminelle Laufbahn.
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Es ist der amerikanische Traum: "Lucky" Luciano arbeitet sich von ganz unten zum Boss hoch. Und erfindet das organisierte Verbrechen neu. Am 10.2.1946 muss er die USA für immer verlassen.
In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog:
warum Lucky Luciano als "sizilianischer Robin Hood" gilt,
was ihn von Al Capone unterscheidet,
wie Luciano es an die Spitze seiner Organisation schafft,
warum er in der Geschichte der Mafia eine bedeutende Rolle spielt,
warum er nach Italien abgeschoben wird.
Erst dealt er mit Heroin, dann steigt er ins Alkohol-Geschäft ein. Schließlich kommen noch Glücksspiel und Prostitution hinzu: Lucky Luciano ist in den 1920er und frühen 1930er Jahren einer der mächtigsten Gangsterbosse New Yorks. Wie andere Mafiosi auch sieht er sich selbst weniger als Kriminellen denn als Geschäftsmann. Luciano entwirft eine völlig neue Art von Mafia-Organisation: "die Kommission", organisiert wie ein Aktienunternehmen.
Doch Mitte der 1930er Jahre dreht sich der Wind in New York. Luciano wird verhaftet und zu mindestens 30 Jahren Haft verurteilt. Doch die muss er nicht in den USA absitzen. 1946 wird er nach Italien überführt. Dort ist er wenig später zwar ein freier, aber auch ein deprimierter Mann, weil er nie wieder in die USA zurückkehren kann.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
Christian Cipollini, True-Crime-Historiker, San José
Claire White, Historikerin, The National Mob Museum, Las Vegas
Christian Cipollini: Lucky Luciano. Mysterious Tales of a Gangland Legend, Strategic Media Inc., Rock Hill 2014
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