Forschung aktuell

Vogelgrippe in Deutschland: Bilanz der Wintersaison 2025/2026

Mar 19, 2026
Martin Beer, Leiter des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Löffler-Institut, erklärt die neue, ganzjährig aktive Virusvariante 2334b. Er spricht über Anpassung an Wildenten und milder werdende Krankheitsverläufe. Es geht um hohe Verluste bei Kranichen und Gänsen, Millionen gekeulte Geflügeltiere und die Bedeutung von Monitoring. Warnung vor Reassortment und weiterem Zoonose-Risiko.
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Episode notes
INSIGHT

Ganzjährige Aggressivität Der H5N1-Linie 2334b

  • H5N1 hat sich seit 2016 global ausgebreitet und die aktuelle Linie 2334b ist besonders aggressiv und ganzjährig aktiv.
  • Martin Beer berichtet, dass die Variante sich seit Oktober 2025 an Wildvögel angepasst hat und in Enten hohe Nachweisraten von 10–25% zeigt.
INSIGHT

Unentdeckte Infektionen Durch Aktives Monitoring Aufgedeckt

  • Aktives Monitoring in den Niederlanden fand hohe Prävalenzen: 10–25% der Wildenten waren im Tupfer positiv, während in Deutschland meist nur tote Vögel getestet werden.
  • Beer betont, dass Enten oft harmlos infiziert sind, andere Arten wie Kraniche und Hühnervögel jedoch stark leiden.
ANECDOTE

Kranichsterben Und Gänsehalter In Not

  • Ende 2025 traf das Virus besonders die Kraniche; von etwa 400.000 Zugkranichen starben rund 20.000 in Deutschland.
  • Gänsezüchter leiden, weil sie artgerecht Tageslicht und Außenhaltung brauchen, was Schutz gegen Wildvogelübertragungen erschwert.
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