
Ganz offen gesagt #15 2018 Pragmatismus und Dogmatik in der Wirtschaftspolitik – mit Markus Marterbauer
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Apr 29, 2018 Markus Marterbauer, ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler und Chefökonom der Arbeiterkammer, diskutiert die Spannungen zwischen Pragmatismus und Dogmatik in der Wirtschaftspolitik. Er plädiert für einen starken Sozialstaat und erklärt, wie Budgets gesellschaftspolitische Auswirkungen haben. Außerdem analysiert er die Pläne der Bundesregierung und spricht über seine Erfahrungen mit Vermögenssteuern. Ein weiterer spannender Punkt ist die Debatte über die Herausforderungen der Erbschaftssteuer und die Bedeutung der Arbeiterkammer für Arbeitnehmer in prekären Situationen.
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Episode notes
Nulldefizit Kann In Rezessionen Schaden
- Nulldefizit ist konjunkturabhängig und kann pragmatisch sinnvoll sein, aber dogmatisch über mehrere Jahre gefährlich werden.
- Markus Marterbauer warnt, dass in einer Rezession Budgetdefizite kontrazyklisch stabilisierend wirken und Nulldefizit schädlich sein kann.
Sozialstaat Erhöhte Abgabenquote Bewusst
- Ausbau des Sozialstaats erhöhte Abgabenquote von ~32% auf ~42% des BIP als bewusste gesellschaftspolitische Entscheidung.
- Marterbauer verteidigt diese dogmatische Ausrichtung als Grundlage für Pensionen, Gesundheit und Pflege.
Warte Auf Evaluierungen Vor Kürzungen
- Evaluierungen abwarten bevor Integrations- und Arbeitsmarktprogramme gestrichen werden.
- Marterbauer kritisiert Wegfall des Integrationsjahrs und die fehlende evidenzbasierte Entscheidung trotz laufender Evaluierungen.
