
WDR Zeitzeichen Meilenstein der modernen Gerichtsmedizin: die "Lungenschwimmprobe"
Mar 28, 2026
Mit Maximilian Hagen, Rechtsmediziner aus Münster, der die Lungenschwimmprobe erklärt, und Tore Rennberg, norwegischer Schriftsteller, der den historischen Fall recherchierte. Sie schildern den 1681er Fall um Anna Vogt. Es geht um die Funktionsweise der Probe, ihre juristische Aufnahme und den langen Widerstand gegen neue forensische Methoden.
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Gerücht Führt Zur Entdeckung Des Neugeborenen
- Ein Gerücht über eine schwangere 15-jährige namens Anna Vogt löste eine Suchaktion aus, die den Leichnam ihres Neugeborenen zutage förderte.
- Bedienstete gruben mit Harken und Bratspießen und fanden einen stark verletzten Körper, was den Verdacht auf Kindstötung nährte.
Erste Anwendung Der Lungenschwimmprobe 1681
- 1681 setzte Amtsarzt Johannes Schreier erstmals die Lungenschwimmprobe zur Bestimmung einer Totgeburt ein und markierte damit einen Meilenstein der Rechtsmedizin.
- Schreier tauchte Lungenstücke unter Wasser: sank die Lunge, deutete das auf fehlende Atmung nach Geburt hin.
Schreier Als Wegbereiter Moderner Rechtsmedizin
- Johannes Schreier übernahm medizinische Praktiken aus niederländischen Schriften und wollte die Medizin voranbringen, was seine besondere Leistung ausmacht.
- Seine Anwendung der Probe war Teil eines bewussten Versuchs, Rechtsmedizin zu professionalisieren.

