Den Dingen auf den Grund gehen, das ist Marcel Luthe wichtig. Etwas wissen wollen und vorher keine Ruhe geben: Mit diesem Ansatz stellte er tausende parlamentarische Anfragen, hielt 2018 eine Wutrede gegen die Relativierung des Holocaust und klagt nun auf Einsicht in Angela Merkels Stasi-Akten. Nach dem Ende seiner parteipolitischen Karriere schwimmt er als Gründer der Good Governance Gewerkschaft weiter gegen den Strom. Ist er Rebell oder Realist? Das fragt ihn Silke Schröder. Ein Gespräch über die Grenzen des Sagbaren, die Bedeutung der Meinungsfreiheit für die Demokratie und die Frage, warum Rechtmäßigkeit wichtiger ist als das subjektive Gefühl von Gerechtigkeit.