
Politisches Feuilleton Gaza im Schatten des Iran-Krieges
Mar 16, 2026
Martin Gerner, Journalist und Kommentator für Nahostpolitik, skizziert die verschobene Aufmerksamkeit durch den Golf-Konflikt. Er spricht über Pufferzonen, ungestrafte Siedlergewalt und blockierte Übergänge. Es geht um Gerichtsurteile, wachsende Hungersnotgefahr in Gaza und Europas Abhängigkeit von US-Politik. Abschließend kritisiert er das ausbleibende diplomatische Handeln und moralische Zurückweichen.
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Episode notes
Irankrieg verdeckt Gaza und schafft Fakten
- Martin Gerner beobachtet, dass der neue Krieg am Golf die mediale und politische Aufmerksamkeit von Gaza wegzieht und Israel damit Raum für machtpolitische Entscheidungen gewinnt.
- Dadurch entstehen neue Fakten vor Ort wie Pufferzonen und verstärkte Siedlergewalt, während Gaza weniger internationale Aufmerksamkeit erhält.
Gaza kauft Vorräte bei Kriegsangst
- Menschen in Gaza reagierten unmittelbar auf die Nachrichten vom Krieg gegen Iran, indem sie auf Basare rannten und Vorräte kauften.
- Dieses Verhalten zeigt das eingeprägte Krisen-Gespür der Bevölkerung nach vielen Kriegen.
Westjordanland als Schauplatz schleichender Ethnischer Säuberung
- Gerner beschreibt eine systematische Verschärfung im Westjordanland durch Straßensperren, Hausdurchsuchungen und illegale Gewalt von Siedlern.
- Israelische Armee und bewaffnete Siedlermilizen treiben so eine ethnische Säuberung voran, melden auch Menschenrechtsgruppen.
