
Wissenschaft im Brennpunkt Leben in der Unterwelt - Wo endet die tiefe Biosphäre?
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Feb 2, 2026 Karen Lloyd, Mikrobiologin, erforscht molekulare Spuren tiefen mikrobiellen Lebens. Kai-Uwe Hinrichs, Biogeochemiker, leitete temperaturbegrenzte Bohrungen im Meeresboden. Sie sprechen über Mikroben in porösem Gestein, die T‑Limit‑Expedition und Leben bis ~120°C. Themen: extrem geringe Zellzahlen, Dämmerzustände und Aufweck‑Experimente sowie Energielimits und syntrophe Überlebensstrategien.
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Episode notes
Nachweis Bei Wenigen Zellen
- Moderne Labormethoden erreichen Nachweisgrenzen unter 10 Zellen pro Kubikzentimeter und ermöglichen die Erforschung extrem dünn besiedelter Sedimente.
- Solche Sensitivität macht sichtbar, wie dramatisch Zellzahlen mit der Tiefe abnehmen.
Molekulare Fingerabdrücke Finden
- Hochsensitive Massenspektrometrie fängt einzelne Biomoleküle in Milliarden anderen nachweisbar ein.
- Florence Schubotz erklärt, dass Archeen-Lipide (GDGT0) als Marker für Leben in heißen Sedimenten dienen.
Leben Bis 120 °C Nachgewiesen
- In Bohrkernen zeigt sich Leben bis zu Temperaturen von 100–120 °C, jenseits der üblichen Sterilisationsgrenzen.
- Ab etwa 85 °C dominieren Archäen, deren Isotopensignaturen aktiven Stoffwechsel verraten.
