Oliver Berger und Maria Kuntz von Daimler Truck sprechen über das preisgekrönte Projekt zur Dekarbonisierung des Transports. Sie schildern die Elektifizierung der Lieferkette mit E-Actros-Lkw und die Herausforderungen wie Ladezeiten und Infrastruktur. Die schrittweise Implementierung erfordert enge Kooperationen mit Speditionen und eine datengestützte Routenauswahl. Unerwartete Lektionen und kreative Lösungen, wie die Integration eines flexiblen Schienensystems, zeigen den innovativen Ansatz von Daimler Truck in der Logistik.
38:11
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Partner beim Laden unterstützen
Unterstützt Spediteure beim Aufbau eigener Ladeinfrastruktur, auch mit mobilen Ladegeräten.
Stellt Testfahrzeuge zur Verfügung, damit Dienste elektrische LKW unter realen Bedingungen erproben können.
question_answer ANECDOTE
Bestandsspediteure als erste Partner
Bestehende Spediteure wurden angesprochen und erhielten E-Actros als Leasing- oder Kauffahrzeuge.
Schrittweise wuchs die Anzahl der Dienstleister mit Elektro-LKW zur Teilnahme des Wettbewerbs.
volunteer_activism ADVICE
Ladeinfrastruktur und Software kombinieren
Nutzt mehrere spezialisierte Anbieter für Ladeinfrastruktur je nach Standortanforderung.
Verwaltet Ladevorgänge über Backend-Systeme zur Abrechnung und Zuordnung der Ladevorgänge.
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Mit dem Projekt "Electrify Inbound Logistics" treibt Daimler Truck die Dekarbonisierung seiner Transporte voran.
Unser Host Boris Felgendreher spricht in dieser Folge des BVL Podcasts mit Oliver Berger und Maria Kuntz aus dem Projektteam von Daimler Truck, das für dieses Projekt den VDA Logistics Award gewonnen hat.
Dabei geht es unter anderem um folgende Themen:
Bedeutung des Projekts „Electrify Inbound Logistics“ als Leuchtturmprojekt.
Ziel des Projekts:
Einsatz eigener E-LKW (E-Actros) in der eigenen Lieferkette.
Sichtbarkeit & Vorreiterrolle im Markt.
Unterstützung von Speditionspartnern bei der Transformation.
Projektstart & Entwicklung:
Erste Route: Mannheim → Wörth (Dieselmotoren).
Beginn mit kurzen regionalen Strecken (wegen Reichweite & Ladeinfrastruktur).
Schrittweise Einbindung von Spediteuren.
Phasen der Umsetzung:
Datengestützte Routenauswahl.
Bewertung von Vertragslaufzeiten, Routenprofilen, Ladepunkten.
Intensive Abstimmung mit Speditionen.
Unterschiede Diesel vs. Elektro:
Ladezeiten als neuer Faktor im Prozess.
Notwendigkeit von Ladepunkten an passenden Stellen.
Komplexe Abladestellenanalysen.
Infrastruktur & Stromversorgung:
Herausforderungen mit Netzanschlüssen und Ladepunkten.
Kreative Lösungen bei Platzmangel (z. B. Ladeschienen in Hallen).
Unterschiede je nach Standort (Brownfield vs. Neubau).
Kooperation mit Dienstleistern:
Unterstützung beim Aufbau eigener Ladeinfrastruktur.
Testfahrzeuge zur Verfügung gestellt.
Beratung durch Vertrieb, Nutzung von Förderprogrammen.
Fahrzeuge & Software:
Nutzung verschiedener Hardwareanbieter für Ladeinfrastruktur.
Backend-System zur Abrechnung von Ladevorgängen.
Vereinfachter Stromverkauf an Spediteure (gleicher Preis pro Standort).
Erkenntnisse aus dem Betrieb:
Reichweite in der Praxis oft besser als erwartet.
Positive Rückmeldungen von Fahrern.
Position der Ladebuchse wurde optimiert (z. B. beim E-Actros 600).
Wirtschaftlichkeit:
Anfangs höhere Kosten bewusst in Kauf genommen.
Heute teilweise wirtschaftlicher als Diesel, abhängig von Ladeinfrastruktur & Mautersparnis.
Herausforderungen & Learnings:
Infrastrukturaufbau komplexer als erwartet.
Viele kreative Lösungen notwendig.
Großer Hebel durch Anzahl umstellbarer Routen.
Ergebnisse:
30 E-LKW auf 40 Routen aktiv.
2 Mio. elektrische Kilometer, 7000 Ladevorgänge.
25 % der Routen elektrifiziert.
Zukunft & Integration in den Alltag:
Überführung ins Tagesgeschäft über Ausschreibungen & Vertragsgestaltung.
Verankerung im operativen Logistikprozess.
Abschließende Tipps:
Frühzeitig relevante Abteilungen einbeziehen (z. B. Bau, Vertrieb).
Bestehende Infrastruktur analysieren.
Cross-funktionales Team mit Freiraum.
Vertrauen & Partnerschaft mit Spediteuren zentral.