
Handelsblatt Economic Challenges - Podcast über Wirtschaft, Konjunktur, Geopolitik und Welthandel Krankenkassen unter Druck – was die neuen Reformpläne bringen könnten
Apr 3, 2026
Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft und Wirtschaftsfachmann, diskutiert die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung. Kurze Sätze zu Ursachen: medizinischer Fortschritt, fehlender Wettbewerb und Fehlanreize. Es geht um Überversorgung mit Krankenhausbetten, politische Blockaden bei Schließungen und mögliche Reformbausteine wie Vorhaltepauschalen und mehr Prävention.
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Kommission liefert 66 Maßnahmen ohne Priorisierung
- Die Expertenkommission legte 66 Maßnahmen vor, die bis 2030 Einsparungen von bis zu 64 Milliarden Euro versprechen.
- Bert Rürup betont, dass keine Maßnahme von allen Akteuren gleichzeitig akzeptiert würde, daher fehlt Priorisierung und Umsetzbarkeit.
Ausgabendynamik treibt GKV in die Schieflage
- Die Ausgaben pro Kopf steigen seit 2000 jährlich etwa 1 Prozentpunkt stärker als die Einnahmen, Haupttreiber sind medizinischer Fortschritt, fehlender Wettbewerb und Fehlanreize.
- Michael Hüther nennt vor allem die hohe Bettenanzahl und höhere Arzneimittelpreise als spezifische Kostentreiber.
Krankenhausstruktur ist politisch blockiert
- Schließungen städtischer Krankenhäuser sind politisch nahezu unmöglich, obwohl Überversorgung mit Betten und Operationen besteht.
- Bert Rürup schildert, dass lokale Widerstände und politische Verantwortung Trägern Reformen blockieren.

