Future Histories

S02E08 - Thomas Biebricher zu neoliberaler Regierungskunst

Nov 28, 2021
Thomas Biebricher, Professor an der Copenhagen Business School und Experte für Neoliberalismus, taucht tief in die Thematik ein. Er erklärt, warum Neoliberalismus aktive staatliche Institutionen erfordert und wie Märkte als Koordinationsmechanismen fungieren. Die Diskussion umfasst die Rolle des Staates, Leistungskonkurrenz und die Beziehung zur Ungleichheit. Biebricher analysiert auch die neoklassische Warnung vor Planwirtschaft und erkennt gleichzeitig die Möglichkeit demokratischer Planung an. Am Ende plädiert er für pragmatische Ansätze, um alternative Gouvernementalitäten zu entwickeln.
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INSIGHT

Staat Zwischen Ermöglicher Und Schranke

  • Staatliche Rolle im Neoliberalismus ist ambivalent: Er ist nötig zur Schaffung funktionierender Märkte und kann zugleich Märkte verzerren.
  • Positionen variieren zwischen aktiver staatlicher Aufbauagenda und Regeln, die staatliches Handeln strikt begrenzen.
INSIGHT

Warum Märkte Moralisch Gerechtfertigt Werden

  • Verschiedene neoliberale Strömungen rechtfertigen Märkte unterschiedlich: als freiwilligen Tausch, als Abwesenheit von Zwang oder als Leistungskonkurrenz.
  • Ordoliberale betonen Leistungskonkurrenz und regulieren Monopole, um legitime Ungleichheit zu sichern.
INSIGHT

Hayek Im Zeitalter Der Algorithmen

  • Hayeks Marktargument als Entdeckungsverfahren bleibt relevant, verliert aber Gewicht durch moderne Daten- und Algorithmustechnik.
  • Big Data und Plattformen verändern die Frage, ob dezentrale Märkte die einzige Form der Koordination sind.
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