
Kontrafunk: Audimax Audimax: Michael Esfeld – Thomas Hobbes, der Leviathan und die politische Philosophie der Neuzeit
Jan 25, 2026
Michael Esfeld, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker an der Universität Lausanne, erklärt Hobbes’ Dilemma zwischen Naturzustand und souveräner Staatsgewalt. Kurze, prägnante Abschnitte zu Staatsvertrag, Gewaltmonopol und den Grenzen staatlicher Macht. Diskussionen über dezentrale Rechtsordnungen, Blockchain-Lösungen und Sezessionsrechte runden das Gespräch ab.
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Hobbes’ Zentrale Dilemma
- Hobbes zeigt ein Dilemma: Naturzustand führt zu Gewalt, der Leviathan zu unbeschränkter Staatsmacht.
- Die Legitimation des Staates folgt daraus, dass politische Herrschaft einer Begründung bedarf.
Unbeschränkter Souverän
- Für Hobbes ist der Souverän nicht Partei des Vertrags und unbeschränkt in Rechtssetzung und -durchsetzung.
- Die Staatsgewalt gilt als legitim, weil sie unkontrollierte Gewalt einzelner verhindert.
Die Unbezähmbarkeit des Leviathans
- Esfeld argumentiert, dass der Leviathan sich trotz Liberalisierungsversuchen nicht nachhaltig zähmen lässt.
- Staatsorgane neigen dazu, ihre Macht unter dem Vorwand des Schutzes auszuweiten.





