Günther Maihold, Politikwissenschaftler und Lateinamerika-Experte an der FU Berlin, erklärt die Entstehung und Macht des Jalisco Nueva Generación. Er spricht über die Organisationsstruktur, wie El Mencho sein Netzwerk steuerte und die Diversifizierung in Fentanyl, Öldiebstahl und Menschenhandel. Außerdem geht es um den Militäreinsatz, internationale Hilfe und mögliche Nachfolgeszenarien.
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Touristen sollen Unterkunft nicht verlassen
Botschaften raten Touristen, in ihren Unterkünften zu bleiben und Auto-Fahrten zu vermeiden, wenn möglich.
Deutsche und Schweizer Warnungen gelten auch für Ferienorte wie Cancun, Tulum und Puerto Vallarta wegen Strassensperren und Unruhen.
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El Mencho machte Jalisco Nueva Generación zur Drogenmacht
El Mencho baute das Kartell Jalisco Nueva Generación in wenigen Jahren zu einem Großkartell mit etwa 28'000 Mitgliedern aus.
Er diversifizierte das Geschäftsmodell und setzte stark auf Fentanyl, was das Kartell international mächtig machte.
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Vom Polizisten zum Drogenboss
Günther Maihold berichtet, dass El Mencho früher Polizeikommissar war und dann zur kriminellen Seite wechselte.
Dieses Beispiel illustriert, wie persönliche Seitenwechsel die Führungsschicht mancher Kartelle stärken können.
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Brennende Autos und Geschäfte, Touristen, die sich nicht mehr aus dem Hotel trauen: In verschiedenen Regionen Mexikos sind nach dem Tod des Kartellbosses Nemesio Oseguera Cervantes, der auch «El Mencho» genannt wurde, Unruhen ausgebrochen. Wird Mexiko nach seinem Tod sicherer?
Es ist eine Erfolgsmeldung im Kampf gegen die grassierende Drogenkriminalität in Mexiko: Mit «El Mencho» hat das Militär einen der berüchtigsten Kartellführer des Landes ausgeschaltet. Beim Einsatz im Bundesstaat Jalisco starben nach Angaben der mexikanischen Regierung zwei Dutzend Nationalgardisten sowie weitere Mitglieder des Kartells.
2009 hat sich «El Mencho» vom Sinaloa-Kartell abgelöst und das Kartell Jalisco Nueva Generación gegründet, das heute als stärkstes Kartell Mexikos gilt. Es hat rund 28'000 Mitglieder. Offen ist, wie es nach dem Tod des Anführers weitergeht. Wenn die Nachfolge nicht klar geregelt ist, dürfte es zu einem gewaltsamen Machtkampf kommen.
Was bedeutet das für die Sicherheit in Mexiko? Und wie hat es «El Mencho» geschafft, in so kurzer Zeit zu einem gefürchteten Bandenchef aufzusteigen?
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In dieser Episode zu hören
- Günther Maihold, Latainamerika-Experte von der freien Universität Berlin, forscht u.a. zu organisierter Kriminalität in Lateinamerika
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Team:
- Moderation: Dominik Rolli
- Produktion: Marielle Gygax
- Mitarbeit: Lea Saager
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