
International Multikulturelles Istanbul – auf Spurensuche am Bosporus
Jan 21, 2026
Zeynep Taschkan, Mitarbeiterin der Hrant Dink Stiftung, initiiert mit der App Kardes multikulturelle Erinnerungstouren in Istanbul. Can Evrenzel Rodrik, Molekularbiologe und Kulturaktivist, gibt Ladino-Kurse und bewahrt sephardische Traditionen. Sie sprechen über die Sichtbarmachung vergessener Orte, Sprach- und Kulturarbeit sowie die politische Spannung um Erinnerung und Identität in der Stadt.
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Episode notes
Verdrängte Multikulturalität Istanbuls
- Istanbul war einst ein Vielvölker-Mosaik mit Griechen, Juden, Armeniern und Levantinern auf der Istiklalstraße.
- Die republikanische Staatsideologie verdrängte diese Vielfalt und schuf ein Einheitsnarrativ.
Digitale Dokumentation Fördert Erinnerung
- Nutze digitale Tools, um kulturelles Erbe zu dokumentieren und Bewusstsein zu schaffen.
- Zeynep Taschkan entwickelte die App Kardes, um Orte und Geschichten des Multikulturalismus sichtbar zu machen.
Tabus Brechen Durch Persönliche Tragödien
- Bestimmte Kapitel wie der Völkermord an den Armeniern blieben lange Tabus in der offiziellen Geschichte.
- Mordfälle wie jener an Hrant Dink brachten ein gesellschaftliches Infragestellen dieser Tabus in Gang.
