Brigitte Wolf, Co-Präsidentin der Grünen Wallis und ehemalige Parlamentarierin, spricht über die kontroverse Wolfspolitik im Wallis. Sie erklärt den dramatischen Kurswechsel der Schweiz in der Wolfbewirtschaftung und beleuchtet die hitzige Debatte im Bundeshaus. Themen wie die Möglichkeit präventiver Abschüsse und die emotionale Polarisierung der Diskussion werden angesprochen. Wolf thematisiert zudem, wer politisch von dieser Debatte profitiert und die Realität der biologischen Praxis im Kontext der Wolfpopulation.
40:06
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insights INSIGHT
Angst Vor Veränderung Treibt Debatte
Angst vor Veränderung erklärt viel der Widersprüche in der Wolfsdiskussion, etwa Verlust von Identität und Anpassungszwang in der Landwirtschaft.
Das Thema steht stellvertretend für größere Ängste vor Modernisierung.
insights INSIGHT
2015: Wolfsfrage Wird Gesetzesproblem
2015 begann die nationale Wolfsdebatte mit Freigaben und dem Wunsch, den Bestand per Jagdgesetz zu regeln.
Der Entwurf stärkte Kantone bei Abschussentscheidungen, inklusive präventiver Eingriffe.
question_answer ANECDOTE
Unerwarteter Konsens Am Verhandlungstisch
Nach dem gescheiterten Jagdgesetz 2020 setzten sich Bauern, Naturschützer und Jäger an einen Tisch und erzielten einen Kompromiss.
Dieser Kompromiss erlaubte präventive Abschüsse nur unter bestimmten Bedingungen.
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Wer profitiert davon, den Wolf zu bewirtschaften und das Thema von einem Level aufs nächste zu bringen? Um Wolf und Politik zu verstehen, schauen wir auf das jahrelange Wolfsdrama im Bundeshaus und reden mit der Politikerin Brigitte Wolf. Sie erlebt im «Wolfskanton» Wallis die hitzige Debatte mit.
In der Wolfspolitik hat die Schweiz einen rasanten Kurswechsel hinter sich: Die Möglichkeit präventiver Abschüsse hat sich unter Bundesrat und Umweltminister Albert Rösti politisch durchgesetzt. Seit 2023 ist die Jagd auf den Wolf und teilweise auf ganze Wolfsrudel unter gewissen Umständen erlaubt – auch wenn die Wölfe keinen nachweislichen Schaden angerichtet haben. Der Entscheid ist bis heute umstritten, denn der Wolf gilt nach wie vor als geschützte Art.
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(00:00) «R» wie Rudel und Regulierung
(03:44) Worte können viel auslösen
(06:28) Politikerin Wolf über die Politik mit dem Wolf
(10:30) Das Wolfsdrama im Bundeshaus
(12:29) Level 1: Das Jagdgesetz und der Wolf
(14:37) Level 2: Die Volksabstimmung
(15:48) Level 3: Der Wolfskompromiss
(18:48) Level 4: Vorhang auf für Bundesrat Albert Rösti
(22:21) Der «Rösti-Way»? Die umstrittene Regulierung des Wolfs
(26:35) Hasskommentare und falsche Wölfe
(28:13) Die exponentielle Phase
(35:55) Wer vom Wolf profitiert
(38:10) Was triggert uns?
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In dieser Episode zu hören:
- Peter Dettling, Naturfotograf, Filmemacher und Buchautor aus Sedrun GR
- Brigitte Wolf, Co-Präsidentin der Grünen Wallis, ehemalige Parlamentarierin
- Martin Rufer, Direktor des Bauernverbands
- David Gerke, Präsident von Pro Wolf Schweiz
- Urs Leugger, Pro Natura
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Team:
- Host: Isabelle Maissen
- Recherche und Produktion: Matthias Baumer (SRF Inlandredaktion), Isabelle Maissen, Céline Raval
- Titelmusik und Sounddesign: Michael Studer
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Das ist «News Plus Hintergründe»:
Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben.