
Kulturfragen Postmigrantisches Theater - Ein Gegenentwurf zu weißen Einheits-Ensembles
Mar 1, 2026
Sesede Terziyan, Schauspielerin und Mitbegründerin des postmigrantischen Theaters, erzählt von 13 Jahren am Maxim-Gorki. Sie spricht über die Gründung, das Sichtbarmachen neuer Narrativen und den emotionalen Abschied. Außerdem thematisiert sie Konflikte im Ensemble, politische Spannungen und die Zukunft des Stadttheaters.
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Episode notes
Überwältigender Abschied Nach 13 Jahren
- Sesede Terziyan beschreibt ihren emotionalen Abschied vom Gorki nach 13 Jahren intensiver Zusammenarbeit mit Shermin Langhoff.
- Der unerwartete Kniefall der Intendantin auf der Premiere machte ihr erstmals die Wirkung und Bedeutung ihrer Arbeit bewusst.
Theater Als Sichtbarmacher Deutscher Migrationsgeschichten
- Das postmigrantische Theater entstand aus der Notwendigkeit, bundesrepublikanische Narrative sichtbar zu machen, die zuvor kaum erzählt wurden.
- Produktionen wie Die Schwäne vom Schlachthof rekonstruierten lokale Geschichte aus Zeitzeugeninterviews und machten sie theatral erfahrbar.
Letzter Mohikaner In Der Schauspielausbildung
- Terziyan schildert ihre Erfahrungen als Kind der Bundesrepublik in Schule und Schauspielausbildung mit wenigen KommilitonInnen mit Migrationshintergrund.
- Sie betont, dass das Gorki half, Selbstverständlichkeit zu schaffen und die Notwendigkeit von Rechtfertigungen für Besetzungen zu beenden.

