Selbsterfüllende Prophezeiungen werden häufig als psychologisches Phänomen beschrieben. Man spricht von Erwartungshaltungen, von Denkfehlern oder von inneren Überzeugungen. Doch wenn wir das Ganze einmal systemischer betrachten – etwa mit Niklas Luhmann im Hintergrund –, dann verschiebt sich der Blick. Dann geht es nicht mehr nur darum, was einzelne Menschen denken, sondern darum, welche Erwartungen in einer Organisation strukturell angelegt sind. Ziele, KPIs, Rollen, Feedbackprozesse oder auch die Zuschreibungen von Führungskräften erzeugen bestimmte Erwartungshorizonte – und innerhalb dieser Horizonte wird beobachtet, entschieden und gehandelt. So entsteht nicht selten genau die Realität, die zuvor prognostiziert oder befürchtet wurde. In dieser Episode geht es deshalb weniger um individuelles Mindset, sondern um die Frage, wie Organisationen durch ihre eigenen Strukturen selbsterfüllende Prophezeiungen hervorbringen – und was das für Führung und Management bedeutet.
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