Forschung aktuell

Atommüll als Brennstoff in kleinen AKW: Wie realistisch sind Söders Pläne?

Mar 17, 2026
Frank Grotelüschen, Physiker und Wissenschaftsjournalist mit Kerntechnik-Expertise. Er erklärt, dass abgebrannte Brennelemente noch Energie enthalten. Es geht um schnelle Reaktoren, Beschleuniger-Transmutation und existierende Testanlagen. Diskussion über fehlende kleinen schnellen Reaktoren, technische und sicherheitspolitische Hürden sowie die Frage nach Wirtschaftlichkeit und Endlagerbedarf.
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INSIGHT

Atommüll Enthält Weiterhin Spaltbares Material

  • Abgebrannte Brennelemente enthalten noch nutzbare Energie in Uran, Plutonium und Actiniden.
  • Schnelle Reaktoren oder Teilchenbeschleuniger könnten durch schnelle Neutronen diese Aktiniden spalten (Transmutation) und Energie gewinnen.
INSIGHT

Schnelle Reaktoren Sind Noch Keine Serienlösung

  • Schnelle Reaktoren existieren als Testanlagen, wurden historisch aber vor allem zur Plutoniumproduktion genutzt.
  • Kleine schnelle Reaktoren sind bisher nur geplant; Demonstrationsprojekte wie Mürra für Beschleunigertransmutation laufen in Belgien.
INSIGHT

Wichtigste Technische Hindernisse Für Transmutation

  • Viele technische Hürden bleiben: aufwendige Wiederaufarbeitung, starke Materialbelastung durch Schnellneutronen und Sicherheitsrisiken.
  • Reaktorwände könnten durch Neutronenbeschuss schnell verspröden und Abschirm-/Schutzkonzepte müssen neu entwickelt werden.
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