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Imre Kertész - Auschwitz als Urerfahrung des Schreibens

Mar 31, 2026
Die Folge erzählt von der Deportation eines Vierzehnjährigen nach Auschwitz und Buchenwald. Sie behandelt die Wahl eines kindlichen Erzählers im Hauptwerk und seine Stellung in der Holocaust-Literatur. Es geht um Pessimismus nach Extrem­erfahrung, Schreiben als Lebenssicherung und Kritik an der ungarischen Erinnerungskultur. Abschließend wird sein Leben in Berlin und die späte Anerkennung thematisiert.
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ANECDOTE

Jugendlicher Erzähler als Perspektive

  • Imre Kertész schildert die Erfahrung eines jugendlichen Deportierten im Roman eines Schicksallosen als unmittelbare, kindliche Wahrnehmung.
  • Er wählte einen kindlichen Ich-Erzähler, um das Erleben „als ob das erste Mal“ nachzuempfinden.
INSIGHT

Das 20. Jahrhundert als Hinrichtungsmaschine

  • Kertész sieht sein Jahrhundert als zutiefst zerstörerisch und pessimistisch geprägt, etwa durch NS- und stalinistische Gewalt.
  • Er nennt das 20. Jahrhundert „eine einzige Hinrichtungsmaschine“ und warnt vor Verzweiflung nach Extrem­erfahrung.
INSIGHT

Schreiben Als Überlebensordnung

  • Für Kertész hat Schreiben existenzielle Bedeutung: Literatur ist das einzige, an das er glaubt.
  • Er beschreibt die Menschen als „Würmer“, die durch Schreiben „wie die Götter“ handeln können.
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