
Hörsaal - Deutschlandfunk Nova Dschihadismus - Junge Männer im Sog der Subkultur
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Apr 9, 2026 Felix Roßmeißl, Soziologe aus Fulda und Autor zu dschihadistischen Karrieren, erklärt, wie eine totale Subkultur junge Männer erfasst. Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung, ordnet die Forschung ein. Es geht um Einstieg, Gruppendynamik, Praktiken der Bindung und warum einfache Erklärungen nicht reichen.
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Dschihadistische Karriere Als Bewährungsprozess
- Dschihadistwerden ist ein fortwährender Bewährungsprozess zwischen subkulturellen Erwartungen und realen Lebensproblemen.
- Roßmeißl nennt das eine dschihadistische Karriere, die mit Einstieg beginnt und mit Märtyrertod oder Ausstieg endet.
Propaganda Formt Konkrete Selbstansprüche
- Propagandamaterial hat reale weltpraktische Wirkung: Es liefert Selbstanspruch, Imageanforderungen und soziale Erwartungen, keine bloße Ästhetik.
- Interviewte konvertierten und passten ihr Leben an Vorbilder wie gefallene Märtyrer und Verhaltensratgeber an.
Fünf Praxisfelder Dschihadistischer Karrieren
- Roßmeißl identifiziert fünf Praxisfelder: Einstieg, Vergemeinschaftung, Gelehrsamkeit, Aktivismus und militante Gewalt.
- Diese Felder sind nicht linear; individuelle Lebensumstände bestimmen Reihenfolge und Erfolg der Schritte.

