{ungeskriptet} - Gespräche, die dich weiter bringen

#279 - Der deutsche Staat hat mein Kind entführt (Maja T.’s Vater)

9 snips
Mar 18, 2026
Wolfram Jarosch, Vater der in Ungarn inhaftierten Maja T., schildert die dramatische Festnahme, die umstrittene Auslieferung und die harten Haftbedingungen seiner non-binären Tochter. Er spricht über nächtliche Polizeiaktionen, politische Eingriffe ins Rechtssystem und die Risiken, die Majas Identität im Gefängnis mit sich bringt.
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Episode notes
ANECDOTE

Erstes Aha Erlebnis bei der Hausdurchsuchung

  • Wolfram Jarosch beschreibt die erste Hausdurchsuchung: er stand auf dem Hometrainer, dann klopfte die Polizei und suchte nach Maya.
  • Die Beamten fanden vor allem das Zimmer, in dem Majas Nichte und Neffe aus der Ukraine wohnten; Jarosch unterschrieb ein Protokoll und erfuhr später von der Verhaftung in Berlin.
INSIGHT

Auslieferungsvoraussetzung Menschenrechtsstandards

  • Jarosch betont, dass Auslieferungen an EU-Staaten an Menschenrechtsstandards gebunden sind und Ungarns Haftbedingungen als problematisch galten.
  • Kammergericht Berlin stützte sich auf ungarische Zusagen trotz Berichten über Kakerlaken, Bettwanzen und systematische Gewalt in ungarischen Gefängnissen.
ANECDOTE

Die nächtliche Auslieferung als Staatsaktion

  • Die Auslieferung wurde als nächtliche, paramilitärische Aktion mit Hundertschaften und Hubschrauber durchgeführt.
  • Maya wurde um 2:30 geweckt, durfte Anwälte nur kurz erreichen, wurde gefesselt, per Hubschrauber nach Passau und dann weiter nach Österreich gebracht.
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