Wege aus dem Bahndesaster
Jan 11, 2026
Tim Engartner, Politikwissenschaftler und Professor an der Universität zu Köln, beleuchtet die Missstände im deutschen Bahnsektor. Er kritisiert die missratene Infrastrukturpolitik und plädiert für eine Bürger:innenbahn, die das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt. Engartner erklärt, warum die aktuellen Marktideologien versagen und wie nachhaltige Planung möglich ist. Zudem zeigt er europäische Beispiele und analysiert die Folgen der Privatisierung. Ein spannender Aufruf zu mehr Engagement von Bürger:innen und Gewerkschaften!
AI Snips
Chapters
Transcript
Episode notes
Krise Ist Systemisch, Nicht Nur Management
- Die Bahnkrise ist vor allem ein infrastrukturelles und verkehrspolitisches Problem, nicht nur Managementversagen.
- Jahrelange Unterinvestitionen führten zu kaputtem Netz, Weichenabbau und fehlenden Räumfahrzeugen.
Interrail Und Oxford Als Auslöser
- Tim Engartner erzählt von seinen Interrail-Reisen und Erfahrungen in Oxford als Auslöser seines Bahninteresses.
- Dort sah er die Folgen der Privatisierung von British Rail und vertiefte sein Forschungsthema.
1994: Reform Verdrängte Gemeinwohl
- Die Bahnreform von 1994 verfolgte Gewinnorientierung und Wettbewerb als Leitbild.
- Verkauf von Bahnhöfen und Wohnungen erschwerte spätere Revitalisierungen und Gemeinwohlziele.

