Guy Dale, Musikkritiker und Zeitzeuge, erzählt von Begegnungen mit Cohens Touren und Platten. Er spricht über die Entstehung von Hallelujah, ungewöhnliche Produktionsentscheidungen und Cohens späten finanziellen und künstlerischen Comeback. Gespräche beleuchten Tourleben, Klosteraufenthalt und wie Covers den Welthit formten.
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Hallelujahs Weg Zum Welthit
"Hallelujah" wurde erst durch zahlreiche Covers und Filme zum Welthit, nicht sofort durch Cohens Label.
John Cales und Rufus Wainwrights Versionen sowie der Einsatz in Shrek machten den Song einem jüngeren Publikum zugänglich.
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Der Mönch Mit Der AOL‑Adresse
Leonard Cohen nutzte frühe Internetseiten und veröffentlichte unveröffentlichte Songtexte online, nachdem Fans eine Website starteten.
Ira Nadel erzählt von einem Autowasch-Erlebnis, in dem Cohen erstmals das Thema Internet diskutierte.
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Cohen Als Mount Baldy Mönch
1994 zog Cohen dauerhaft ins Zen‑Kloster auf Mount Baldy und wurde zwei Jahre später ordiniert.
Er arbeitete als Koch und Fahrer für seinen Roshi und suchte nach Ruhe und Struktur nach Touring.
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Leonard Cohen braucht immer wieder neue Anreize und Veränderungen, er nennt es „Stimulation“. Er wechselt nicht nur die Liebschaften, sondern arbeitet auch mit dem exzentrischen Produzenten Phil Spector zusammen und nimmt eines seiner seltsamsten Alben auf: „Death Of A Ladies' Man“. Danach kehrt wieder zu ‚seinem‘ Produzenten John Lissauer zurück. Einer der ersten Songs, die sie jetzt zusammen aufnehmen, ist „Hallelujah“. Cohen hat endlos daran gefeilt. Als der Song fertig ist, sind alle begeistert – nur sein Label nicht: „Leonard, we know you're great, we just don't know if you're any good.“ Später wird es ein Welthit, und auch jüngere Menschen kennen es aus „Shrek“, gesungen von John Cale. Nicht nur „Hallelujah“ wird ein Welthit. Cohen muss viel Geld verdient haben in seinem Leben – und er hat viel verloren. Mitte der 90er betrügt ihn seine Managerin um 5 Millionen Dollar. Cohen geht mit Mitte 70 nochmal auf Tour, um Geld einzuspielen. Und startet nochmal richtig durch. „Der Moment, in dem du alles umarmst und dir sagst: Schau, ich verstehe rein gar nichts – Hallelujah!“ (Leonard Cohen).
Diviam Hoffmann und Denise Fernholz sind die Autorinnen des Podcasts. Creative Producer: Giuseppe Maio Mit: Hans-Werner Meyer, Felix Knopp, Jens Wawrczeck Musik: Mute Swimmer Ton und Technik: Alexander Brennecke, Nicole Graul, Teelke Uffen Redaktion: Ulrike Toma Produktion: NDR, RBB, SWR, WDR 2024
Unser Podcast-Tipp: Der Vater-Sohn-Talk über Serien, Bücher und Musik: Kehlmanns Helden.
Noch ein Tipp aus der Welt der Geschichten: Mona Ameziane ist DIE Bücherexpertin in Deutschland. Ihr hört sie in den 1 LIVE Stories in der ARD Audiothek.