
Apropos – der tägliche Podcast Bonus: Durchwurstler in chief: War das schlau von Ignazio Cassis?
Apr 3, 2026
Fabian Renz, Politikjournalist und Analytiker; Jacqueline Büchi, Politikredaktorin; Mario Stäuble, Politikjournalist und Kommentator. Sie diskutieren Ignazio Cassis’ Verwendung von «Durchwursteln». Kurze Passagen zu Sprachwahl, Konsensdemokratie und außenpolitischem Pragmatismus. Weitere Themen: historische Wurzeln, moralische Grenzen und konkrete Fälle wie Ukraine, EU-Beziehungen und Schutzmachtrolle.
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Episode notes
Cassis Macht Durchwursteln Zur Staatsräson
- Ignazio Cassis bezeichnete Durchwursteln als «schweizerische Kernkompetenz» und rechtfertigte es als pragmatischen Weg, Interessen Schritt für Schritt zu wahren.
- Die Moderatoren vermuten, er habe das bewusst gesagt und autorisiert, um eine Grundsatzdebatte anzustossen und Erwartungen zu dämpfen.
Aussenpolitik Fördert Wursteln
- Durchwursteln ist in der Aussenpolitik besonders verbreitet, weil hohe Prinzipien (Neutralität, Menschenrechte) mit harter Realität kollidieren.
- Fabian Renz erklärt, dass dieses Spannungsfeld immer wieder zu pragmatischen Kompromissen führt.
Durchwursteln Bleibt Vorläufige Strategie
- Historiker kritisieren, dass Durchwursteln stets etwas Vorläufiges hat und nur bis zur nächsten Abstimmung oder dem nächsten Gespräch reicht.
- Laurent Götzschel beschreibt «muddling through» als Strategie mit kurzem Zeithorizont ohne langfristige Planung.
