
Gehirn gehört - Prof. Dr. Volker Busch Migräne und Aura - Das Gehirn zwischen Tiefdruck und Gewitter
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Nov 1, 2023 Kurzweilige Reise durch Migränephänomene: typische Symptome wie halbseitige Schmerzen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Faszinierende Erklärungen zur Aura und visuellen Verzerrungen. Ursachen: trigeminale und hirnstammbasierte Mechanismen sowie Evolutionsüberlegungen. Praktische Themen: Trigger, Akuttherapien, neue Medikamente, Medikamenten-Übergebrauch und wirksame Prophylaxe inklusive Bewegung und CGRP-Antikörper.
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Episode notes
Klassische Migräneattacke schilderung
- Volker Busch schildert eine Patientin, die plötzlich Lärm- und Geruchsempfindlichkeit, Übelkeit und ein einseitiges pochendes Kopfweh erlitt und sich übergeben musste.
- Die Attacke dauerte Stunden bis Tage, Verstärkung bei Bewegung und starke Rückzugsbedürftigkeit machten Arbeiten unmöglich.
Aura als langsame Erregungswelle im Cortex
- Die Aura entsteht durch eine elektrische Erregungswelle, die mit ~3 mm/s über die Hirnrinde läuft und oft im Sehzentrum beginnt, weshalb Sehstörungen dominieren.
- Wenn die Welle weiter nach vorne zieht, können Sensibilitätsstörungen, Lähmungen oder Sprachstörungen auftreten und die Aura verschwindet nach ~30 Minuten.
Trigeminus und Hypothalamus enge schmerzvermittler
- Der Trigeminusnerv (V. Hirnnerv) und sein Kern im Hirnstamm sind zentral für Migräneschmerz; Fasern versorgen Gesicht, Kiefer und weiche Hirnhaut.
- Dysfunktion übergeordneter Zentren wie des Hypothalamus (Rhythmusstörung) kann den Trigeminuskern hochfahren und Attacken erklären.
