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"Wir haben keinen Rechtsstaat mehr", erklärt Markus Haintz; Justiz arbeitet politisch und langsam

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Mar 17, 2026
Markus Haintz, Rechtsanwalt spezialisiert auf politisches Strafrecht und Äußerungsrecht, spricht über die zunehmende Kriminalisierung von Meinungsäußerungen. Er schildert konkrete Fälle, Geldstrafen und Geschäftsmodelle hinter Anzeigen. Thema sind Meldeportale, überlastete Gerichte und die Frage, wie viel Raum für freie Rede noch bleibt.
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Episode notes
ANECDOTE

Beispiele für hohe Strafen wegen Politikerbeleidigung

  • Markus Haintz berichtet von einem Fall, in dem ein Mandant wegen „Lappen“ erstinstanzlich zu 30 Tagessätzen (ca. 1.200 €) verurteilt wurde.
  • Er nennt weitere Beispiele wie einen Patentanwalt in München, der wegen Beleidigungen an Spitzenpolitiker deutlich höhere Tagessätze erhielt und damit hohe Kosten auslöste.
INSIGHT

Wie Plattformdaten Anzeigen befeuerten

  • Haintz erklärt, wie Plattformdaten früher massenhaft an Behörden gingen und so Strafanzeigen durch Meldestellen möglich machten.
  • Nach X/Twitter-Änderungen gibt es weniger Datenauskehr, Polizei nutzt stattdessen OSINT-Recherche, Akten werden aber umfangreicher.
ANECDOTE

Neubauer Urteil Illustriert Präventionspraxis

  • Haintz schildert den Fall Luisa Neubauer: 2.000 € Geldentschädigung für eine Beleidigung mit sehr geringer Reichweite.
  • Er kritisiert das Landgericht Frankfurt, das diese Summen mit Prävention begründet, obwohl nur sieben Personen den Inhalt gesehen hätten.
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