
Vollbild Dokumentarfilm "Fassaden" erörtert Räume häuslicher Gewalt gegen Frauen
Feb 7, 2026
Alina Ziraneck, Dokumentarfilmerin und Regisseurin von 'Fassaden', spricht über Entstehung und ästhetische Entscheidungen ihres Films. Sie erklärt, warum sie verflochtene Originalzitate statt Einzelporträts nutzt. Es geht um ethische Fragen beim Zeigen von Gewalt, Einsatz von Tanz als Ausdruck innerer Zustände und Lücken in Hilfeangeboten sowie Forderungen nach präventiven Maßnahmen.
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Episode notes
Häusliche Gewalt Als Strukturelles Problem
- Das Bundeskriminalamt registrierte zuletzt deutlich mehr Straftaten gegen Frauen, inklusive 308 getöteter Frauen und Mädchen.
- Diese Zahlen machen das Ausmaß häuslicher Gewalt als strukturelles Problem sichtbar, nicht nur als Einzelfälle.
Erlebnisse In Einer Off-Erzählung
- Im Film werden Erlebnisse betroffener Frauen in einer Off-Erzählung hörbar, statt sie frontal zu befragen.
- Ein Beispiel: "Ich wollte die Polizei rufen, aber er hatte mir dieses Mal das Handy weggenommen und ich dachte dann nur, ich muss hier weg, raus."
Verborgene Betroffene Im Alltag
- Alina Ziraneck war erschüttert, als sie die BKA-Statistiken las und realisierte, dass jede vierte Frau betroffen ist.
- Sie erkannte, dass Betroffene oft im Umfeld existieren, ohne dass man ihre Situationen kennt, wegen großer Scham und Stigmatisierung.
