
FALTER Radio Max Zirngast im Gespräch – #239
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Oct 4, 2019 Max Zirngast, ein österreichischer Journalist und Aktivist, teilt seine Erfahrungen aus einem türkischen Gefängnis, wo er wegen mutmaßlicher Nähe zu Terrororganisationen inhaftiert war. Er spricht über die Isolation und Solidarität unter Gefangenen und beleuchtet die politische Repression in der Türkei. Zudem wird der Aufstieg der Opposition, insbesondere nach den Bürgermeisterwahlen in Istanbul, thematisiert. Zirngast analysiert die komplexen Machtspiele zwischen der AKP und den Oppositionsparteien sowie das gespannte Verhältnis zur EU.
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Episode notes
Wie Zufall Zur Karriere In Der Türkei Führte
- Max Zirngast lernte 2009 während der Uni-Besetzung in Wien zufällig türkische und kurdische Studierende kennen, woraufhin sein Interesse an der Türkei wuchs.
- Persönliche Beziehungen und die Gezi-Proteste führten dazu, dass er sich journalistisch und politisch zunehmend mit der Türkei beschäftigte.
Gezi Als Vielschichtiger Massenaufstand
- Die Gezi-Proteste 2013 begannen lokal als Parkprotest und eskalierten durch staatliche Repression zu landesweiten Bewegungen in 79 von 81 Provinzen.
- Die Bewegung verband soziale, kurdische, Frauen- und LGBTQ-Proteste in einem größeren globalen Zyklus von Platzbesetzungen.
Festnahme Und Untersuchungshaft Ablauf
- Zirngast beschreibt Festnahmeablauf: zehn Tage Polizei-Gewahrsam in der Antiterror-Zentrale, danach Untersuchungshaft über Monate.
- Insgesamt wurden bei der Aktion mehrere Leute festgenommen, einige blieben später unbehelligt.
