
WDR Zeitzeichen Die dunkle Vergangenheit der Heinzelmännchen
Mar 22, 2026
Hans-Jörg Uther, Erzählforscher und Märchenexperte, erklärt die wechselhafte Geschichte der Heinzelmännchen. Es geht um ihre dunklen, dämonischen Ursprünge, Luther und frühe Quellen. Dann die Verwandlung zur niedlichen Kölner Figur im 19. Jahrhundert. Auch die Rolle von Hausgeistern, Alraunen und das Motiv der bestraften Neugier werden diskutiert.
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Heinzelmännchen Begannen Als Unheimliche Hausgeister
- Heinzelmännchen waren ursprünglich düstere Hausgeister und keine niedlichen Helfer.
- Hans-Jörg Uther und Marko Rösseler nennen Belege von Erasmus Alborus und Martin Luther, die Heinzelmännchen als teuflische oder gefährliche Wesen beschreiben.
Luthers Erzählung Von Dem Teuflischen Heinzlein
- Martin Luther erzählt die Geschichte einer Magd, die das unsichtbare Heinzlein sehen will und später ihr eigenes Kind tot im Fass findet.
- Luther deutet das Heinzlein als teuflische Versuchung, die zur Kindstötung und geistiger Umnachtung führt.
Hausgeister Haben Antike Religiöse Wurzeln
- Hausgeister haben antike Wurzeln und wurden oft rituell mit Altargaben verehrt.
- Das frühe Christentum scheiterte daran, diese Kulte komplett zu beseitigen, weshalb Hausgeister bis in die Frühe Neuzeit weiterlebten.


