
WDR Zeitzeichen Die Wiener Burg: vom Hofspielhaus zum "Teutschen Nationaltheater"
Mar 23, 2026
Christiane Mühlegger-Henhappel, Kuratorin am Theatermuseum Wien und Burgtheater-Expertin, erzählt die Wandlung des Hauses von höfischem Spielort zum 'Teutschen Nationaltheater'. Es geht um Joseph II.s Sprach- und Reformdekret, die Vorschrift glücklicher Enden, Vorhang- und Hofrituale sowie um Umzug, Akustik und spätere Modernisierungen.
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Heldenplatz Skandal Führte Zu Morddrohungen
- Die Inszenierung von Thomas Bernhards Heldenplatz 1988 löste einen der größten Burgtheater-Skandale aus und erzeugte Hass bis zu Morddrohungen gegen Direktor Klaus Peimann.
- Reaktionen reichten von Demonstrationen und Mist vor dem Theater bis zu politischen Forderungen nach Verbot und persönlicher Attacke durch Jörg Haider.
Burgtheater Als Symbol Nationaler Identität
- Das Burgtheater gilt seit 1776 als Bühne der Nation und entwickelte sich zum Symbol österreichischer Identität mit starker öffentlicher Anteilnahme.
- Diese Rolle zeigt sich in emotionalen Reaktionen auf Programm und Leitung und in der Ausstellung zum 250. Geburtstag.
Josef II. Formt Das Burgtheater Zur Nationalbühne
- Kaiser Josef II. machte 1776 das Burgtheater zum "Teutschen Nationaltheater" und stellte es unter seine Aufsicht.
- Ziel war: Theater als Erziehungsanstalt für das ganze Volk, deshalb wurde Deutsch statt Italienisch oder Französisch eingeführt und Ensemble-Mitglieder als Hofbeamte bezahlt.


