
BR24 Medien Social-Media-Verbot: Was in der Debatte untergeht
Mar 20, 2026
Nils Brüggen, Medienpädagoge mit Schwerpunkt Medienbildung und Demokratie, und Sebastian Meinig, Netzpolitik‑Journalist für digitale Freiheitsrechte, diskutieren Social‑Media‑Verbote für Jugendliche. Es geht um Australien als Praxisfall, Alterskontrollen, regulatorische Alternativen und Medienkompetenz. Kontroversen, technische Probleme und politische Debatten stehen im Mittelpunkt.
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Episode notes
Verbot löst nicht alle Online‑Gefahren
- Ein pauschales Social‑Media‑Verbot greift zu kurz, weil Gefahren wie Sucht, Mobbing oder Desinformation nicht nur auf soziale Plattformen beschränkt sind.
- Sebastian Meinig betont, dass Probleme auch bei Spielen, Messengern und Websites auftreten und die Problembeschreibung zuerst präzisiert werden muss.
Australische Praxis zeigt Umgehungswege
- Australien zeigt: Altersverbote sind technisch und rechtlich schwer durchzusetzen und werden oft umgangen.
- Florian Barth berichtet von Ausweis‑Uploads, KI‑FaceID und VPNs als Umgehungsmethoden in den ersten drei Monaten.
TikTok rettete Kontakt während der Pandemie
- Amelia Som erzählte, dass TikTok sie während der Pandemie gesund gehalten hat, weil sie online eine queere Tabletop‑Community fand.
- Das Beispiel verdeutlicht, wie Plattformen marginalisierten Gruppen echte Teilhabe und Unterstützung bieten können.


