
bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter Die Wurzel der Deindustrialisierung Deutschlands
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Apr 26, 2026 Ulrich Gräber, Maschinenbauingenieur und ehemaliger Technikvorstand der EnBW, schildert seine Erfahrungen aus Planung, Bau und Betrieb von Kernkraftwerken. Er spricht über Tschernobyls politische Folgen, die Kosten und Systemprobleme der Energiewende, Chancen von Small Modular Reactors, Standardisierung ausländischer Anbieter und die wirtschaftlichen Folgen des Atomausstiegs.
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Reaktivierung Als Sofortmaßnahme Prüfen
- Reaktivieren und Laufzeitverlängerung abgeschalteter Kernkraftwerke prüfen, weil sie schnell CO2-armes Grundlastpotenzial liefern. Politische Entscheidungen sollten den strategischen Fehler des Ausstiegs korrigieren.
- Stelter verweist auf Studien (WePlanet) mit Szenarien: Kombi aus Atom und Erneuerbaren kann rund 20% Kostenersparnis bringen.
Insiderbericht Aus Vier Jahrzehnten Kernenergie
- Ulrich Gräber schildert seine 40-jährigen Erfahrungen in Branche, vom KWU-Siemens-Start 1974 bis zur ENBW-Führung und Beratung. Sein Antrieb war, aus Erfahrung Fehler zu dokumentieren.
- Gräber nennt den Ukraine-Effekt 2022 und Scholz' „Pferd Kernenergie ist totgeritten“ als Auslöser für sein Buch Kniefall vor der Unvernunft.
Warum Betreiber Dem EEG Den Rücken Kehrten
- Gräber erzählt, wie Betreiber 2000 den Atomkonsens unterschrieben und sich später wegbewegten, weil das EEG risikolose Gewinne bot; Ingenieuranteil in Vorständen schrumpfte zugunsten Kaufleute.
- Er sieht das als Mitgrund, warum Expertise verloren ging und Investoren erneuerbare, staatlich garantierte Projekte bevorzugten.





