Martin Kaul, WDR-Investigativjournalist, der das Verfahren gegen die sogenannte Gruppe Reuß recherchiert. Er berichtet von der Festnahme 2022, dem großen Umfang der Prozesse und den Sicherheitsvorkehrungen im Gerichtssaal. Themen sind Beweislage und Verschwiegenheitsdokumente, Reuß' emotionale Aussage sowie die lange Dauer und Aufteilung der Verfahren in mehreren Städten.
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Gericht In Einer Provisorischen Halle
Martin schildert den provisorischen Gerichtsaufbau: Leichtbauhalle, abgesperrte Straßen, große Sicherheitspräsenz und ein Gefangentransport, der erwartet wurde.
Journalisten durften Computer, Zuschauer saßen hinter einer Glasscheibe; Fans, Unterstützer und Fachpublikum mischten sich im Publikum.
insights INSIGHT
Anklagepunkt Umsturzpläne Und Beweislage
Die Bundesanwaltschaft wirft Reuß vor, Teil einer terroristischen Vereinigung gewesen zu sein, die den Bundestag stürmen und die demokratische Ordnung ersetzen wollte.
Belege umfassen Feindeslisten, Waffenfunde, logistische Planungen und Ausspähung von Bundestag und Kasernen.
insights INSIGHT
Verschwiegenheitserklärungen Als Belastungsstück
Ein belastender Beweis sind Verschwiegenheitserklärungen mit dem Titel 'PR Reaktivierung Deutschlands', die angeblich von über 100 Personen unterschrieben wurden.
In den Dokumenten steht, Verstöße würden als Hochverrat gelten und die Todesstrafe drohe, was die Konspirativität unterstreicht.
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Im Dezember 2022 nimmt die Polizei bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Reichsbürger den Adligen Heinrich XIII. Prinz Reuß fest. Er soll, so der Vorwurf der Bundesanwaltschaft, Kopf einer Gruppe gewesen sein, die einen gewaltsamen Umsturz in der Bundesrepublik geplant haben soll. Seit fast zwei Jahren laufen an den Oberlandesgerichten Frankfurt, München und Stuttgart Gerichtsprozesse gegen die sogenannte “Gruppe Reuß”. In dieser 11KM-Folge blickt WDR-Investigativjournalist Martin Kaul hinter die Kulissen eines der größten Anti-Terrorverfahren der Bundesrepublik. Er erzählt von dem Moment, als der 74-jährige Reuß im Frankfurter Gerichtssaal sein Schweigen bricht. Martin erklärt, warum sich das juristische Verfahren gegen das mutmaßliche Terrornetzwerk um Reuß, mit vielen Angeklagten und unzähligen Zeugen so in die Länge zieht.
Hier geht’s zum Podcast “Hateland”, für den Martin Kaul, Helene Fröhmcke und Antonia Märzhäuser recherchiert haben. Staffel 1: „Deep State – vom Elite-Soldaten zum Reichsbürger“: https://1.ard.de/hateland11podcast
In dieser früheren 11KM-Folge mit Martin Kaul geht es um einige der mutmaßlichen Drahtzieher: “Gruppe Reuß": Wie gefährlich waren die Reichsbürger?“: https://1.ard.de/11KM_Gruppe_Reuss
11KM ist am 9. Mai beim ARD Sounds Festival dabei. Alle Infos und Tickets hier: https://www.ardsoundsfestival.de/#/
Hier geht’s zu 15 Minuten. der tagesschau-Podcast am Morgen, unserem Podcast-Tipp: https://1.ard.de/15Minuten
Diese und viele weitere Folgen von 11KM findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch hier in ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/urn:ard:show:4549910994dc2464/
An dieser Folge waren beteiligt: Folgenautorin: Charlotte Horn Mitarbeit: Claudia Schaffer und Marc Hoffmann Host: David Krause Produktion: Lorenz Kersten, Christine Frey, Fabian Zweck, Lisa Krumme und Marie-Noelle Svihla Planung: Nicole Dienemann und Hardy Funk Distribution: Kerstin Ammermann
Redaktionsleitung: Yasemin Yüksel und Fumiko Lipp
11KM: der tagesschau-Podcast wird produziert von BR24 und NDR Info. Die redaktionelle Verantwortung für diese Episode liegt beim NDR.