
Gegneranalyse: Neue Rechte - altes Denken Sigrid Hunke - und weitere antiliberale Vordenkerinnen
Feb 3, 2020
Eine Analyse antiliberaler Denkweisen rund um Frauenbilder und Geschlechterordnung. Es geht um antifeministische Argumente, die Geschlechterdifferenz als politische Ordnung idealisieren. Historische Wurzeln im völkischen Diskurs der Weimarer Republik werden beleuchtet. Es wird gezeigt, wie die Figur der „Deutschen Frau“ als kultureller Code politisch instrumentalisiert wurde.
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Geschlechterordnung Als Grunddiagnose
- Antiliberale Vordenkerinnen machten die Geschlechterordnung zum zentralen Diagnoseinstrument ihrer Kritik an der Moderne.
- Für sie markierte das Verhältnis von Mann und Frau ein Grundelement gesellschaftlicher Kultur und Staatsordnung.
Staat Als Männlicher Raum
- Antifeministinnen sahen Staat als männlichen Bereich und Familie als weiblichen Raum, wodurch Frauen politische Rechte als Bedrohung galten.
- Diese Sicht rechtfertigte die Abgrenzung der Politik vom weiblichen Einfluss als Schutz von Nation und Staat.
Der Politische Code "Deutsche Frau"
- Der Code "Deutsche Frau" verband Mutterschaft, christlichen Geist und Unabhängigkeit von internationaler Einflussnahme als politisches Abgrenzungszeichen.
- Er diente zugleich als antisemitischer Kulturcode und zur politischen Positionierung im rechten Spektrum.

