
Forschung aktuell Klimageschichte: Eisbohrkerne liefern Rückblick auf 3 Millionen Jahre
Mar 19, 2026
Sarah Shackleton, Meeresforscherin, Julia Marks-Petersen von der Oregon State University und Annike Brombacher, Ozeanografin am National Oceanographic Center, sprechen über Eisbohrkerne und uralte Gletscherschichten. Sie erklären flache Bohrmethoden, Analysen eingeschlossener Luftblasen und überraschende Ozeantemperaturverläufe. Es geht um Rhythmuswechsel der Eiszeiten und komplexe Rückkopplungen für Eisschildwachstum.
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Ellen Hills liefern Millionen Jahre altes Eis
- Eisbohrkerne aus den Ellen Hills erlauben Klimarekonstruktion bis drei Millionen Jahre zurück.
- Dort drückt Tektonik altes Eis an die Oberfläche und Fallwinde verhindern Neuschnee, sodass flache Bohrungen alte Schichten erreichen.
Blauschimmerndes Eis macht flache Bohrungen möglich
- Sarah Shackleton beschreibt, wie an den Ellen Hills die Oberfläche blaulich schimmert und flache Bohrungen möglich sind.
- Dort ist das Eis freigelegt statt von Neuschnee bedeckt, was direkten Zugriff auf alte Schichten erlaubt.
Temperatur fällt stärker als CO2
- Analysen eingeschlossener Luftblasen zeigen nur einen geringen CO2-Rückgang über drei Millionen Jahre.
- Gleichzeitig blieben Methanwerte stabil, obwohl Ozeantemperaturen langfristig um ~2–2,5 °C sanken.
