Mit Eva Södermann, Politologin und Kulturwissenschaftlerin, und Lea Grosse, Umweltpsychologin und Kommunikationstrainerin. Sie diskutieren, warum Fakten allein nicht reichen. Psychologische Barrieren wie Verdrängung und pluralistische Ignoranz prägen Verhalten. Praxisnahe Strategien: soziale Normen sichtbar machen, Werteansprache, Co‑Benefits und konkrete Zukunftsbilder. Viele kurze, konkrete Beispiele und Handlungsideen.
01:03:34
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insights INSIGHT
Warum Fakten Nicht Automatisch Handeln Auslösen
Fakten allein reichen nicht; das Informationsdefizitmodell ist gescheitert und erklärt nicht, warum Wissen nicht automatisch zu Handlung führt.
Lea Grosse erklärt, dass psychologische Mechanismen und das «Steinzeitgehirn» komplexe, schleichende Risiken wie Klimawandel weniger greifbar machen.
insights INSIGHT
Die Lücke Zwischen Wahrgenommener Und Tatsächlicher Bereitschaft
Viele unterschätzen, wie groß die Bereitschaft anderer für Klimaschutz ist: pluralistische Ignoranz verzerrt Wahrnehmungen der Mehrheit.
Eva Södermann nennt eine Studie, die zeigt: zwei Drittel der Deutschen würden 1% ihres Einkommens spenden, aber Schätzung lag bei einem Drittel.
volunteer_activism ADVICE
Zeigt Dass Andere Schon Mitmachen
Macht soziale Normen sichtbar statt zu behaupten sie bestünden nicht; zeigt, dass Nachbarinnen und Kollegen bereits handeln.
Lea Grosse empfiehlt Newsletter und regelmäßige Kommunikation, um Teilhabe und steigende Beteiligung deutlich zu machen.
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Die Umweltpsychologin + Kommunikationstrainerin und die Politologin + Kulturwissenschaftlerin zu Gast bei Enrico Eberlein
In dieser Folge von #5nach12 spreche ich mit Lea Grosse und Eva Södermann über ein zentrales Thema unserer Zeit: Klimakommunikation und warum sie darüber entscheidet, ob nachhaltige Transformation gelingt.
In der aktuellen Zeit stehen wir vor weiteren tiefgreifenden Veränderungen, wie Künstliche Intelligenz, die ebenso eine erfolgreiche Kommunikation dieser Transformation erfordern.
Obwohl die Klimakrise wissenschaftlich klar belegt ist, bleibt Handeln oft aus. Warum? Weil Fakten allein nicht reichen. Das sogenannte Informationsdefizit-Modell greift zu kurz. Menschen wissen viel, aber handeln nicht automatisch danach. Die Gründe liegen in psychologischen Mechanismen wie Verdrängung, optimistischer Verzerrung oder der sogenannten pluralistischen Ignoranz: Viele unterschätzen, wie groß die Bereitschaft anderer ist, sich für Klimaschutz zu engagieren.
Genau hier setzt wirksame Kommunikation an. Lea und Eva zeigen, wie wichtig es ist, soziale Normen sichtbar zu machen, Werte anzusprechen und die Lebensrealität der Menschen zu verstehen. Denn Kommunikation wirkt dann, wenn sie nicht nur den Kopf, sondern auch das Umfeld und die Emotionen erreicht.
Die Folge macht deutlich, welche Ansätze nicht funktionieren – etwa Angstkommunikation, Schuldzuweisungen oder Verzichtsnarrative – und was stattdessen wirkt: faktenbasierte Zuversicht, konkrete Zukunftsbilder und Co-Benefits wie Gesundheit, Sicherheit oder wirtschaftliche Chancen.
Ein zentraler Gedanke: Wir müssen nicht alle überzeugen. Schon eine engagierte Minderheit kann gesellschaftlichen Wandel anstoßen.
Eine Folge über die Kraft von Sprache, Wahrnehmung, Dialog und darüber, wie wir Menschen motivieren, Teil der Lösung zu werden.
Als Podcast-Host von #5nach12 moderiere ich praxisnahe Gespräche mit Expert*innen wie hier aus Klimafakten‑Akademie und Wissenschaftskommunikation. Für mich, Enrico Eberlein, geht’s um die Kernfrage: Wie wird aus Wissen Wirkung?