Was bisher geschah - Geschichtspodcast

Leni Riefenstahl (2/2) – Konfrontation mit der Schuld

8 snips
Mar 2, 2026
Filmisches Aufsteigen zur Regisseurin und die ästhetische Nähe zum Nationalsozialismus. Ihre Anwesenheit bei Kriegsverbrechen und widersprüchliche Aussagen dazu. Zwangsstatisten beim Tiefland‑Projekt und die Frage nach Mitverantwortung. Die späte Selbstinszenierung als Opfer und die berühmte TV‑Konfrontation, die ihr Narrativ erschütterte.
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Episode notes
ANECDOTE

Riefenstahl Als Augenzeugin Beim Massaker In Konski

  • Leni Riefenstahl war im September 1939 mit einem Sonderfilmtrupp an der Front und wurde Zeugin eines Massakers in Konski, wo Wehrmachtssoldaten in die Menge feuerten.
  • Fotoaufnahmen eines deutschen Landseralbums zeigen sie angekommen, umgeben von Soldaten, und später ohnmächtig angesichts der Schüsse.
INSIGHT

Regieanweisung Könnte Massaker Beschleunigt Haben

  • Ein Zeitzeuge rekonstruierte, dass Riefenstahl die Entfernung der Juden vom Marktplatz verlangte, weil die Szene nicht in ihr fröhliches Filmkonzept passte.
  • Diese Regieanweisung könnte die Eskalation ausgelöst und so unbeabsichtigt das Massaker beschleunigt haben.
ANECDOTE

Statisten Für Tiefland Aus Nazi-Lagern Gezerrt

  • Für den Spielfilm Tiefland zwang Riefenstahl Sinti und Roma als Statisten aus Lagern herzuverbringen und ließ sie bewachen, damit keine Fluchtgefahr bestehe.
  • Nach den Dreharbeiten wurden viele dieser Statisten nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
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