Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

Südafrika - Wie Deutschland die Apartheid verklärte

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Apr 16, 2026
Ein historischer Vortrag über die Verklärung, Unterstützung und Duldung der Apartheid in der Bundesrepublik. Es geht um diplomatische Reaktionen nach Sharpeville, wirtschaftliche Handelskoppelung und konservative Nähe zu Homeland-Ideen. Themen sind rassifizierte Außenpolitik, rechtsextreme Netzwerke und die Rolle öffentlicher Debatten im Umgang mit Südafrika.
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INSIGHT

Interessenlenkende Außenpolitik Verklärte Apartheid

  • Die Bonner Republik verfolgte eine interessengeleitete Südafrika-Politik und sah die Apartheid zunächst nicht als zentrales Verbrechen an.
  • Botschafterberichte und ehemalige NSDAP-Mitglieder im Auswärtigen Amt normalisierten rassistische Sichtweisen und verhinderten frühe Kritik, etwa nach Sharpeville.
ANECDOTE

Botschafter Mit NS-Vergangenheit Prägten Politik

  • Alle deutschen Botschafter in Pretoria zwischen 1954 und 1971 waren ehemalige NSDAP-Mitglieder, was ihre Wahrnehmung prägte.
  • Diese Personalie erklärte, warum diplomatische Instruktionen zur Zurückhaltung und Verklärung der Apartheid führten.
ANECDOTE

Sharpeville Führte Nicht Zu Deutschem Bruch

  • Nach dem Massaker von Sharpeville (21. März 1960) blieben Bonn und Pretoria diplomatisch verbunden; Adenauer empfing wenige Monate später einen südafrikanischen Minister.
  • Ambivalente Botschafterberichte und der Wunsch nach stabilen Beziehungen verhinderten Sanktionen.
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