
Apokalypse & Filterkaffee Heimspiel: “Ich hab die Zschäpe jeden Tag angeguckt – fünf Jahre lang” (mit Annette Ramelsberger)
Feb 15, 2026
Annette Ramelsberger, langjährige Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung, berichtet aus jahrzehntelanger Praxis. Sie erzählt von ihrem Blick in NSU-, Breivik- und Reichsbürgerprozesse. Es geht um Nähe zu Angeklagten, die seelische Belastung der Berichterstattung und die Frage, wie Rechtsprechung und Opferempfinden oft auseinandergehen.
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Panzerung Gegen Abgründe Scheitert
- Annette Ramelsberger sagt, Panzerung gegen Schmerz funktioniert nicht; Nähe ist berufliche Notwendigkeit.
- Dauernde Nähe zu Opfern und Tätern führt zu schleichender seelischer Durchlässigkeit.
Tägliche Blicke Auf Beate Zschäpe
- Annette Ramelsberger saß fünf Jahre im NSU-Prozess und blickte jeden Morgen auf Beate Zschäpe.
- Sie beschreibt das Wiedererkennungsritual: Zschäpe sah hoch, Ramelsberger schaute runter, dann sah Zschäpe weg.
Aussteigerprogramm Als Strategie
- Zschäpes Teilnahme an einem Aussteigerprogramm interpretiert Ramelsberger als strategisch.
- Zschäpe liefert keine Hinweise zu Unterstützern oder Waffen und beantwortet viele Fragen nicht.



