Bernhard Krauth, Schiffskapitän und Vorsitzender des deutschen Jules-Verne-Clubs, taucht tief in das faszinierende Erbe von Jules Verne ein. Er erklärt, wie Vernes Werke den Entdeckergeist prägten und den naturwissenschaftlichen Roman einführten. Krauth beleuchtet Vernes literarischen Durchbruch mit 'Fünf Wochen im Ballon' und seine visionären Ideen wie das Faxgerät. Zudem diskutiert er die Herausforderungen in Vernes Privatleben und seine kritische Auseinandersetzung mit Technik und Natur. Ein spannender Blick auf einen literarischen Pionier!
14:48
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question_answer ANECDOTE
Jules Verne und die Seefahrt
Bernhard Kraut, Kapitän und Jules-Verne-Club-Vorsitzender, erzählt, wie Vernes maritime Beschreibungen ihn zur Seefahrt inspirierten.
Er räumt mit dem Vorurteil auf, Verne sei ein naiver Fortschrittsgläubiger gewesen.
insights INSIGHT
Vernes Weg zum Schreiben
Jules Vernes Vater, ein Anwalt, wollte, dass Jules in seine Fußstapfen tritt.
Verne studierte Jura, fühlte sich aber zum Theater hingezogen und begann, Stücke zu schreiben.
question_answer ANECDOTE
Verleger Hetzel und Vernes Durchbruch
Der Verleger Pierre-Jules Hetzel entdeckte Verne und veröffentlichte "5 Wochen im Ballon".
Hetzel lektorierte und bearbeitete Vernes Manuskripte stark.
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Jules Vernes Name steht wie kein zweiter für die Begeisterung für Entdeckungen und die Reise ins Unbekannte - weit über seinen Tod am 24.3.1905 hinaus.
In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:
mit welchem Buch Jules Verne seinen literarischen Durchbruch hat,
wie umfassend sein Verleger Einfluss auf die Manuskripte nimmt,
auf wie vielen Karteikarten Verne seine Notizen festhält,
wie schwierig sich sein Privatleben gestaltet,
welches unveröffentlichte Werk mehr als 80 Jahre nach seinem Tod gefunden wird.
Mit Jules Verne entsteht ein neues literarisches Genre: der naturwissenschaftliche Roman. Darin werden naturwissenschaftliche Fakten in Romanform dargestellt und für die Lesenden konsumierbar gemacht. Der Autor nimmt es mit den Fakten so genau wie möglich. Er informiert sich akribisch über die Entdeckungen und Erfindungen seiner Zeit.
Er wird zum Technik-Visionär, indem er die Erfindungen plausibel weiterspinnt und zu Dingen kombiniert, die in späteren Jahrzehnten tatsächlich erfunden werden. Wie die "photographische Telegraphie", sprich: das Faxgerät oder das Bildtelefon. Doch Verne erkennt auch: Die Technik kann die Natur zerstören und in Kombination mit der menschlichen Überheblichkeit zur Gefahr werden.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
Bernhard Krauth (Schiffskapitän und Vorsitzender des deutschen Jules-Verne-Clubs)
Volker Dehs: Jules Verne - Eine kritische Biographie. Ostfildern 2005
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