In diesem Podcast wird die Bedeutung von Taylor Swift als popkulturelles Phänomen diskutiert. Es werden Fragestellungen zum Feminismus, zur Heteronormativität und zu ihrer politischen Entwicklung aufgeworfen. Außerdem wird über die Zukunft von Taylor Swift spekuliert, wie z.B. ob sie literarische Werke veröffentlichen oder sich politisch engagieren wird.
56:33
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Das weiße Amerika
Taylor Swift verkörpert eine weiße Mittelstands-Anmutung.
Sie repräsentiert ein neoliberales feministisches Ideal.
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Intimität statt Sex
Bei Taylor Swift geht es um Intimität und Nähe, nicht primär um Sex.
Sie nutzt Kreativität als Therapie und Lebenshilfe.
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Politisierung von Taylor Swift
Taylor Swift äußert sich seit 2017 politisch und unterstützt die Demokraten.
Konservative Medien verbreiten Verschwörungstheorien über sie.
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Sie ist derzeit die wichtigste und erfolgreichste Popkünstlerin der Welt: Was sagt uns das Phänomen Taylor Swift über unsere Gegenwart? Den Zustand des Feminismus? Amerikas Zukunft? Christine Lötscher und Jörn Glasenapp gehen dem Phänomen aus kulturwissenschaftlicher Sicht auf den Grund.
Was will Taylor Swift? Und was verbinden hunderte Millionen „Swifties weltweit mit ihr? Kein Verkaufsrekord, den die heute 34-jährige Amerikanerin nicht gebrochen, kein Superlativ, den sie nicht erneuert, keine Auszeichnung, die sie nicht gleich mehrmals abgeräumt hätte. Stand 2024 ist „Taylor Swift mehr als nur eine genial begabte Musikerin. Sie ist eine globales Pop-Phänomen. Ja, eine eigene kulturelle Bewegung. In Gestalt von Swifts bahnbrechender „Eras-Tour zieht sie derzeit durch Europa.
Ist Swift die zeitgemässe Verkörperung eines selbstbewussten Feminismus? Oder repräsentiert sie im Gegenteil einen bedauerlichen Rückschritt in Sachen Emanzipation? Sind ihre Songs als vertonte Kurzgeschichten nur banal – oder schlicht genial? Steht sie gar für eine neue politische Utopie der USA jenseits bekannter Spaltungen und Codes?
Das kulturelle Grossphänomen Swift auf seiner Relevanz für unsere Gegenwart zu befragen, lädt Wolfram Eilenberger die in Zürich lehrende Medienwissenschaftlerin Christine Lötscher, sowie den Bamberger Kulturwissenschaftler Jörn Glasenapp, Autor des Buches „100 Zeilen Taylor Swift (2024), in die Sternstunde Philosophie ein.