Forschung aktuell

Geklonte Maus - Nach 58 Generationen ist endgültig Schluss

Mar 25, 2026
Michael Lange, Wissenschaftsjournalist bei Deutschlandfunk, erklärt ein 20-jähriges japanisches Klon-Experiment an Mäusen. Er berichtet, wie nach rund 25 Generationen Mutationen zunahmen. Es geht um Epigenetik, warum sexuelle Fortpflanzung Mutationsanhäufung verhindert und welche Folgen das für Wiederbelebungsprojekte hat.
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ANECDOTE

20 Jahre Und 1200 Geklonte Mäuse

  • Die japanischen Forscher führten 20 Jahre lang wiederholt Kerntransfer durch und benötigten im Schnitt ~30 Versuche pro Erfolg.
  • Insgesamt entstanden 1200 Mäuse, die Experimente reichten bis zur 57. Generation.
INSIGHT

Kumulativer Mutationsanstieg Bricht Klonlinien

  • Klonen erzeugte in 20 Jahren 1200 Mäuse bis zur 57. Generation, aber ab ~25. Generation traten schwere Fehlbildungen und Unfruchtbarkeit auf.
  • Das Team aus Japan fand etwa 70 neue Mutationen pro Klon-Generation, die sich kumulativ anhäuften.
INSIGHT

Erbgutfehler Statt Epigenetik Verantwortlich

  • Die Forscher prüften Epigenetik als Ursache, fanden aber, dass die Anhäufung von DNA-Fehlern das Problem ist.
  • Epigenetische Schalter erschweren Klonen, sind aber nicht verantwortlich für das Aussterben der Klonlinie.
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