
bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter Mit Zöllen in die Depression
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Jun 29, 2025 In dieser Folge ist Kirsten Wandschneider zu Gast, außerordentliche Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien und Kiel Institute Fellow, die sich auf Wirtschaftsgeschichte und internationale Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Sie diskutiert die möglichen gravierenden Folgen der US-Zollpolitik für die deutsche Industrie. Historische Parallelen zum Protektionismus der 1930er Jahre zeigen die Gefahren von Handelsbeschränkungen auf. Zudem wird die Rolle von Währungspolitik als Alternative zu Schutzmaßnahmen beleuchtet, um den Welthandel zu stabilisieren.
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Episode notes
Folgen von US-Zöllen auf Deutschland
- Die Zollerhöhungen der USA würden insbesondere deutschen Exporten massiv schaden.
- Auto- und Pharmabranche wären am stärksten betroffen, mit Wertschöpfungsverlusten bis zu 9%.
Goldstandard und Protektionismus in den 30ern
- Während der Weltwirtschaftskrise förderte der Goldstandard Protektionismus durch Währungszwänge.
- Länder, die abwerteten, konnten ihre Krisen mildern und hatten weniger protektionistische Maßnahmen.
Historische Parallele zu Trump-Zöllen
- Der Smoot-Hawley-Tarif verstärkte die Große Depression durch Vergeltungszölle und Handelsrückgänge bis zu 33%.
- Eine Wiederholung solcher Handels- und Währungskriege heute gefährdet die globale Konjunktur massiv.
