
Thema des Tages Wie sich die ÖVP bei den Casinos Austria verzockte
Jul 10, 2020
Fabian Schmid, investigativer Journalist, der die Casinos-Affäre recherchierte. Er schildert die ÖVP‑Pläne zur Liberalisierung des Glücksspiels von 2018. Er erklärt Verstrickungen mit Novomatic und interne Machtspiele. Er beschreibt, wie Projekte ohne FPÖ‑Einbindung vorangetrieben wurden und warum Reformen aktuell unrealistisch erscheinen.
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Casinos Austria Als Zentraler Monopolist
- Die Casinos Austria AG hielt 2018 zentrale Monopole wie die Online- und Lotterielizenz und war teils staatlich, teils privat vernetzt.
- Novomatic lieferte primär Spielautomaten fürs kleine Glücksspiel und dominierte dadurch den Automatenmarkt außerhalb der Casinos.
Geheimer Liberalisierungsplan Von Juni 2018
- Im Juni 2018 plante das Finanzministerium eine umfassende Liberalisierung mit mehreren Online-Lizenzen und 15 terrestrischen Casino-Lizenzen für 12 Standorte.
- Geplant war außerdem Bundeslizenzen fürs kleine Glücksspiel und IP-Blocking gegen ausländische Anbieter.
Liberalisierung Gegen Staatsinteresse An Dividenden
- Die Liberalisierung verfolgte legitime Ziele wie Regulierung illegaler Anbieter und höhere Steuereinnahmen, stand aber im Spannungsverhältnis zum staatlichen Interesse an Dividenden der CASAG.
- Historische Angst vor organisierter Kriminalität erklärt Mitteleinsatz des Staates bei Glücksspielkontrolle.
